Unbekannter missbraucht neunjährige Schülerin

Schweizer Allee

Ein unbekannter Mann hat am Donnerstagnachmittag an der Schweizer Allee eine neunjährige Schülerin missbraucht. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Die Behörde hat eine Ermittlungskommission eingerichtet und sucht dringend nach Zeugen.

APLERBECK

, 04.11.2016, 12:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unbekannter missbraucht neunjährige Schülerin

Dieser Weg führt von der Schweizer Allee zur Benediktinerstraße. Hier missbrauchte der unbekannte Täter das neunjährige Mädchen.

Erste Meldung, 12.48 Uhr: Polizei bittet dringend um Hinweise

Wie die Polizei am Freitag in einer Pressemitteilung schreibt, wurde die neunjährige Schülerin am Donnerstag zwischen 13.45 und 14.25 Uhr von einem Unbekannten an der Schweizer Allee missbraucht.

Den ersten Ermittlungen zur Folge wurde das Kind an einer Pferdekoppel an der Schweizer Allee von dem unbekannten Täter angesprochen. Unter einem Vorwand lockte der Täter das Mädchen in einen kleinen Feldweg, welcher neben der Pferdekoppel in Richtung Benediktinerstraße führt. Dort kam es zu sexuellen Handlungen an dem Kind.

Durch vermeintlich wahrgenommene Stimmen ließ der Täter vom Kind ab und flüchtete auf der Schweizer Allee in Richtung Schulzentrum. Das Mädchen konnte zur Tatzeit eine Fahrradfahrerin und einen Mann auf der Schweizer Allee wahrnehmen.

Die Polizei bittet nun Zeugen, die sich zur Tatzeit in dem Bereich aufgehalten haben, sich dringend zu melden.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

  • Ca. 40 Jahre alt
  • 1,70 bis 1,80 Meter groß und von schlanker Figur
  • Er trug kurze, braune Haare und sprach mit klarer deutscher Sprache.
  • Der Täter ist wahrscheinlich Raucher und soll eine längliche Narbe am Bauch haben

Die Polizei hat eine Ermittlungskommission eingerichtet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Neben der Arbeit der Ermittler hat die zuständige Polizeiinspektion ihre Präsenzmaßnahmen in dem Bereich bis auf weiteres deutlich erhöht.

Zusätzlich befindet sich am Freitag bis 16.30 Uhr eine mobile Wache im Bereich des Schulzentrums an der Schweizer Allee. "Wir weisen Sie darauf hin, in jedem Verdachtsfall die Präsenzkräfte anzusprechen. Weiterhin bitten wir um ihre Mithilfe bei der Fahndung!", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

Zeugen können sich bei der Polizei unter Telefon (0231) 1327441 bei der Polizei melden.

Aktualisierung, 14.50 Uhr: Verbindungsweg wird intensiv genutzt 

Unser Reporter hat sich den Tatort angeschaut. Der Verbindungsweg zwischen Schweizer Allee und Benediktinerstraße werde intensiv genutzt. Der Weg, der etwas abgelegen liege, verbinde das Schulzentrum Schweizer Allee mit einem Wohngebiet. Zeugen, die zur Tatzeit etwas beobachtet haben, können sich weiterhin bei der Polizei unter (0231) 1327441 melden.

Aktualisierung, 16.09 Uhr: Polizei veröffentlicht Präventionstipps

Die Polizei hat eine weitere Pressemitteilung zum Missbrauchsfall veröffentlicht. Eine eingerichtete Ermittlungskommission arbeite derzeit mit Nachdruck an der Aufklärung des Falles. Die Eltern des Mädchens werden von speziell geschulten Beamten betreut.

In den umliegenden Vororten werden viele Anwohner, insbesondere Eltern jüngerer Kinder, aufgrund dieses Vorfalles verunsichert sein und sich fragen, wie sie eine solche schreckliche Tat mit ihren Kindern aufarbeiten können - deshalb hat die Polizei folgende Präventionstipps veröffentlicht:

  • Üben Sie mit Ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen verhalten soll. Es soll andere Erwachsene laut um Hilfe bitten oder um Hilfe schreien, um Öffentlichkeit herzustellen. Wenn möglich, soll das Kind in Richtung anderer Menschen wegrennen.
  • Ängstigen Sie Ihr Kind nicht, aber machen Sie ihm klar, dass es ohne Erlaubnis der Eltern bei Niemandem mitgehen oder mitfahren darf. Erstellen Sie nötigenfalls eine Positivliste mit Personen, die aus Ihrer Sicht o.k. sind.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass es auch Erwachsenen gegenüber "Nein" sagen darf und soll. Sie sind nicht verpflichtet, mit Fremden zu reden oder Auskünfte zu geben.
  • Schicken Sie Ihr Kind, wenn möglich nicht allein, sondern in kleinen Gruppen zusammen mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz
  • Überprüfen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind den Schulweg auf mögliche Stellen, bei denen Ihr Kind notfalls Hilfe erfahren kann. Schauen Sie nach Geschäften oder anderen Institutionen, die üblicherweise tagsüber besetzt und ansprechbar sind. Das Jugendamt der Stadt Dortmund hat stadtweit sogenannte "Schutzburgen" errichtet. Das sind Geschäfte und Institute, die Kindern in Notsituationen helfen. Sie sind mit entsprechenden auffälligen Aufklebern versehen.
  • Machen Sie Ihrem Kind die Wichtigkeit der Notrufnummer der Polizei "110" wiederholt deutlich.
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