Uneinigkeit über Geldautomat im neuen Edeka in Löttringhausen

Das sagen die Beteiligten

An der Eichhoffstraße, wo früher ein Aldi Markt war, soll Mitte 2018 ein Edeka eröffnen. Nach dem Wunsch vieler Löttringhauser soll es hier auch wieder ein SB-Terminal einer Bank oder zumindest einen Geldautomaten geben. Doch über diesen Vorschlag herrscht Uneinigkeit. Die unterschiedlichen Positionen im Überblick.

LÖTTRINGHAUSEN

, 29.05.2017, 16:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Uneinigkeit über Geldautomat im neuen Edeka in Löttringhausen

Das alte Ladenzentrum an der Eichhoffstraße: Hier soll es nach Wunsch der Löttringhauser bald auch wieder ein SB-Terminal geben.

Wird es in Löttringhausen bald einen Bankautomaten im geplanten Edeka-Markt geben? Die Bezirksvertretung Hombruch (BV) sagt: ja. Das ist auch der Stand von Regine Stoerring von der Dortmunder Gesellschaft für Wohnen mbH (Dogewo 21). Sparkasse und Volksbank antworten auf die Frage derweil verhalten.

Das sagt Dogewo 21:

„Die Gespräche laufen, wir sind auf einem guten Weg“, sagt die Pressesprecherin der Dogewo 21 Regine Stoerring unserer Redaktion vergangene Woche auf die Frage, ob der entstehende Edeka-Markt an der Eichhoffstraße einen Geldautomaten bekommt. Welche Bank es ist, das wollte Stoerring nicht verraten. Nur so viel: es sei eine „Renommierte“.

Das sagt die Bezirksvertretung (BV):

Bezirksbürgermeister Hans Semmler wurde in der BV Mitte Mai konkreter: Die Volksbank Dortmund wolle einen Geldautomaten im entstehenden Edeka-Markt aufstellen. Die Bezirksvertretung Hombruch hatte in ihrer Sitzung einen Antrag an Sparkasse und Volksbank verfasst, in dem sie die Sparkasse bittet, über die Aufstellung jeweils eines SB-Terminals nachzudenken. Und die Volksbank, den laut Semmler angedachten Geldautomaten durch ein SB-Terminal zu ersetzen. Hierdurch erhielten sowohl Sparkassen- als auch Volksbank-Kunden in Löttringhausen die Möglichkeit, neben dem Geldabheben auch Überweisungen zu tätigen und Auszüge zu ziehen.

Das sagt die Volksbank:

Carsten Jäger, Pressesprecher der Dortmunder Volksbank, teilte hingegen auf Nachfrage mit, dass man erst in der vergangenen Woche einen Antrag der Bezirksvertretung über ein SB-Terminal an der Stelle erhalten habe und dieser nun geprüft werde. Konkret sei an der Eichhoffstraße bisher jedoch nichts geplant – weder ein Geldautomat noch ein SB-Terminal.

Das sagt die Sparkasse:

Ebenso wie die Volksbank verwies die Sparkasse Dortmund auf Nachfrage darauf, dass man den Sachverhalt nun prüfe, nachdem der Antrag der BV eingegangen sei. Vor eineinhalb Jahren, als nach dem Auszug des Aldi Ende 2015 an der Eichhoffstraße die Planung für die weitere Nutzung der Räume begann, habe man noch einmal bei der Sparkasse nachgefragt, sagt Dogewo-21-Sprecherin Stoerring. Doch die Sparkasse habe kein Interesse daran gehabt, einen SB-Terminal in der entstehenden Edeka-Filiale aufzustellen. Zu der Absage an Dogewo 21 nahm die Sparkasse jedoch keine Stellung.

Das sagt die SPD in der BV:

Die SPD hatte in einem Antrag an die BV insbesondere die Sparkasse Dortmund und Dogewo 21 gebeten, unmittelbar nach Bauende des geplanten Edeka-Marktes an der Eichhoffstraße Mitte 2018 ein SB-Terminal aufzustellen. Viele der rund 2000 Einwohner Löttringhausens wohnten in unmittelbarer Nähe zum geplanten Ladenzentrum, heißt es in dem Antrag. „Teilweise sind die Einwohner in ihrer Mobilität eingeschränkt und auf eine gute Infrastruktur und (Nah-)Versorgung zwingend angewiesen.“ Seitdem die Sparkasse das Terminal aufgegeben habe, müssten die Einwohner Löttringhausens in das drei Kilometer entfernte Hombruch fahren, was nicht nur körperlichen, sondern auch finanziellen Aufwand bedeute, sagt die SPD.

Dogewo 21 gehört das Ladenlokal an der Eichhoffstraße ebenso wie Kioske und 600 Wohnungen in Löttringhausen. Den Wunsch der Einwohner Löttringhausens nach einem SB-Terminal unterstütze Dogewo 21, sagt Regine Stoerring.

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