Unfälle mit Kindern im Straßenverkehr: Das müssen Autofahrer beachten

Polizei

Was ist zu tun, wenn Kinder an einem Verkehrsunfall beteiligt sind? Fragen zum Gesundheitszustand reichen nicht - zum Schulstart in NRW gibt die Polizei Bielefeld wichtige Tipps und Infos.

Bielefeld

15.08.2020, 12:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch wenn einem Kind beim Unfall scheinbar nicht viel passiert ist, müssen Erwachsene vor Ort bleiben und die Polizei informieren.

Auch wenn einem Kind beim Unfall scheinbar nicht viel passiert ist, müssen Erwachsene vor Ort bleiben und die Polizei informieren. © Jochen Tack

Zum Schulbeginn 2020 informiert die Polizei Bielefeld, was bei einem Unfall im Straßenverkehr zu tun ist, wenn Kinder daran beteiligt sind.

Verkehrsunfall mit Kindern: Darum reichen Fragen alleine nicht aus

Auch wenn scheinbar nicht viel passiert ist, das Kind keinerlei Verletzungen zeigt und auch auf mehrfaches Nachfragen erklärt, dass alles in Ordnung sei, müssen Erwachsene vor Ort bleiben und die Polizei informieren, sagt ein Sprecher der Polizei Bielefeld am Samstagmorgen. Wenn nötig, muss auch der Rettungsdienst gerufen werden.

Auch wenn ein Kind bei einem Verkehrsunfall nicht angefahren wurde oder das Kind unverletzt blieb, so gilt in jedem Fall: Warten Sie als Beteiligter an der Unfallstelle und wählen Sie die 110, erklärt der Beamte. Es reiche nicht aus, sich nur nach dem Gesundheitszustand des Kindes zu erkundigen und weiter zu fahren.

Gerade Kinder können nach dem ersten Schreck oft nicht die Folgen eines Unfalls abschätzen und wollen so schnell wie möglich wieder nach Hause. Schmerzen oder Verletzungen werden nicht immer sofort bemerkt. Daher ist es wichtig, dass Kinder nach einem Unfall nicht allein gelassen werden.

Das sollten Sie nach einem Verkehrsunfall beachten:

Sind sie an einem Unfall beteiligt, dann bleiben Sie am Unfallort und verständigen Sie Polizei oder Rettungsdienst.

Sichern Sie die Unfallstelle mit Warndreieck und Warnblinklicht ab. Denken Sie daran, Ihre Warnweste griffbereit im Fahrzeug aufzubewahren, damit Sie sich die Weste schnell überstreifen können, wenn Sie ihr Auto verlassen. Ein versteckter Aufbewahrungsort oder der Kofferraum sind dabei nicht die beste Wahl.

Anschließend kümmern Sie sich, wenn nötig, um verletzte Personen. Oft reicht die bloße Anwesenheit oder eine Betreuung von Unfallopfern aus, damit sich Verletzte nicht hilflos oder allein fühlen.