Ungewisse Zukunft, große Solidarität

Zwischenfall

Die Brandursache ist ebenso unklar wie die Zukunft des Gebäudes: Ob der "Zwischenfall" saniert wird oder ob es einen Ortswechsel gibt, steht noch in den Sternen. In der Zwischenzeit zeigen sich andere Clubs und Diskos solidarisch und organisieren Benefiz-Konzerte - um einen kleinen Teil zum Neuanfang beizutragen.

LANGENDREER

von Von Benedikt Reichel

, 26.09.2011, 15:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Feuer an der Alten Bahnhofstraße hat das Haus komplett zerstört. Die Dachgeschosswohnungen sind nur noch eine Ruine.

Das Feuer an der Alten Bahnhofstraße hat das Haus komplett zerstört. Die Dachgeschosswohnungen sind nur noch eine Ruine.

Die müssen vor einer Entscheidung zunächst das endgültige Brandgutachten abwarten, das in drei Wochen vorliegen soll. Der vorläufige immerhin 60 Seiten dicke Bericht geht von zwei möglichen Brandursachen aus: fahrlässiger Umgang mit Elektrogeräten oder falsch verlegte Elektrokabel. Bis zur endgültigen Klärung und bis zur Entscheidung über die Zukunft des Hauses schimmelt im Zwischenfall die vom Löschwasser durchtränkte Tapete weiter vor sich hin. Nach vielen Behördengängen hat sich Zwischenfallbetreiber Norbert Kurtz ein paar Tage frei genommen. Ein klarer Kopf muss her. „Es wäre eine Schande für den Ortsteil, wenn das Haus da einfach so stehen bleibt“, sagt Kurtz. In ihm glüht die Hoffnung auf eine Sanierung des Gebäudes, auf ein neues Zwischenfall. „Einen Ortsteilwechsel will ich eigentlich nicht mehr machen.“ Gleichwohl tastet er sich langsam auch an alternative Locations heran.

Unterstützung bekommt er vom Bahnhof Langendreer, von der Matrix oder der WerkStadt in Witten. Am Freitag gibt es ein weiteres Benefizkonzert im Bahnhof Langendreer. Die Bochumer Bands Northernbeach, 2nd District und Old Styles Best stehen auf der Bühne. Zwei Euro des Eintrittsgeldes wird dem Verein Die Flotte übergeben. Dieser will damit eine italienische Familie unterstützen, deren Wohnung über dem Zwischenfall durch das Feuer ebenfalls komplett zerstört wurde. „Natürlich ist uns bewusst, das wir das Schicksal dadurch nicht rückgängig machen können, aber wir können so einen kleinen Teil zu einem Neuanfang beitragen“, sagen die Veranstalter. Auch Clubs der Nachbarstädte zeigen sich solidarisch. Am Samstag, 22. Oktober, gibt es im Stadtteilzentrum Pluto in Herne an der Wilhelmstraße 89 a um 17 Uhr ein Benefiz-Festival mit Seelenzorn, Traumtänzer und Lord of the Lost. Im November folgt eine Benefiz-Veranstaltung in der WerkStadt in Witten.