Uni Witten/Herdecke: Ministerium schickt Unterlagen der Staatsanwaltschaft

WITTEN Das Innovationsministerium in Düsseldorf hat Unterlagen über seine Kontakte mit der alten Führungsspitze der Universität Witten/Herdecke an die Staatsanwaltschaft Bochum geschickt. Das bestätigte am Donnerstag Ralf-Michael Weimar, der Pressesprecher von Minister Andreas Pinkwart.

von Von Susanne Linka

, 16.01.2009, 06:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Uni Witten/Herdecke

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Die Papiere stehen im Zusammenhang mit der Rückforderung von drei Millionen Euro, die das Ministerium der Privathochschule zur Verfügung gestellt hatte.   Im Liquiditätsnachweis der Uni zum Jahresbeginn 2008 hatte das Ministerium das Geld entdeckt. „Eigentlich hätte da nur eine schwarze Null stehen dürfen“, verdeutlicht Weimar die Position seines Hauses. Mit seinen Zuwendungen habe das Ministerium nur einen Fehlbetrag ausgleichen wollen, der jedoch offenbar nicht vorhanden gewesen sei.

Ob das Ministerium eine bewusste Täuschung durch die Universitätsleitung dahinter vermutet, wollte Weimar nicht weiter ausführen: „Wir informieren die Staatsanwaltschaft über unsere Anhaltspunkte, und sie soll prüfen, inwieweit strafrechtlich relevante Ermittlungen anzustellen sind.“ Diese Entscheidung müsse man nun abwarten. Die Bochumer Staatsanwaltschaft konnte am Donnerstag allerdings den Erhalt der Unterlagen noch nicht bestätigen. Sie sind offenbar noch unterwegs.