Uni Witten/Herdecke: Staatsanwaltschaft hat Unterlagen des Ministeriums erhalten

WITTEN Die Unterlagen des Innovationsministerum sind bei der Bochumer Staatsanwaltschaft eingetroffen. Bereits letzte Woche hatte das Ministerium das Material über seine Verhandlungen mit der Uni Witten/Herdecke an die Behörde geschickt.

von Von Susanne Linka

, 20.01.2009, 07:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Donnerstag legt die Uni ein Konzept für neue Partnerschaften vor.

Am Donnerstag legt die Uni ein Konzept für neue Partnerschaften vor.

Dort soll geprüft werden, ob es im Zusammenhang mit der Beantragung von Landes-Zuschüssen für das Jahr 2007 Ansatzpunkte für ein strafrechtlich relevantes Vorgehen der damaligen Universitätsleitung gibt. „Es handelt sich um einen circa sechs Zentimeter dicken Stoß von Unterlagen“, beschrieb der Oberstaatsanwalt den Umfang des eingegangenen Materials. Angaben dazu könne er erst nach Prüfung machen. 

Unterdessen warten alle mit Spannung auf Donnerstag. Dann gibt es für die Uni wieder einen Schicksalstermin im Ministerium, bei dem auch ein Konzept für neue Partnerschaften vorgelegt werden soll. Auch die Zukunft des Forschungs- und Entwicklungszentums sowie des neuen Zahnmedizinisch-biowissenschaftlichen Zentrums (ZBZ) hängt maßgeblich davon ab.

„Bis jetzt kommen beide Zentren und ihre Mieter ihren finanziellen Verpflichtungen nach“, informierte Stadtkämmerer Matthias Kleinschmidt am Montag den Haupt- und Finanzausschuss. Das gelte auch für den Hauptmieter des ZBZ, die Universitäts-Zahnklinik.  Die Stadt hat für dieses Zentrum eine hohe Bürgschaft übernommen: „Sie diente der Finanzierung des Eigenanteils“, erinnerte der Kämmerer. Ein Problem entstehe erst dann, wenn die Förderung durch den Ausfall des Hauptmieters nicht mehr aufrecht erhalten werden könnte: „Dann würde wir für die Rückzahlung der Fördermittel in Anspruch genommen.“