Unnaer Feuerwehr testet ihre Sirenen

rnLandesweiter Warntag am 6. September

Am 6. September werden in ganz NRW Warnkonzepte getestet, die im Fall von Naturkatastrophen zum Einsatz kommen. Auch Unnas Feuerwehr erprobt den Ernstfall. Sie hat dabei gegenüber anderen Städten einen großen Vorteil.

von Niko Wiedemann

Unna

, 14.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Am Donnerstag, 6. September, findet der landesweite Warntag statt. Verschiedene Naturkatastrophen wie Unwetter, Großbrände und Hochwasser haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sich viele Menschen im Ernstfall nicht ausreichend gewarnt und informiert fühlen. Aus diesem Grund werden im Rahmen des Warntags in ganz NRW sämtliche Warnmittel erprobt.

Um 10 Uhr wird die Feuerwehr Unna an diesem Tag ihre Warnkonzepte testen. Das betrifft vor allem die örtlichen Sirenen. Unna ist eine der wenigen Städte, die nach wie vor an das Sirenennetz des Bundes angeschlossen sind. Nach dem Ende des Kalten Krieges hatte der Bund das Sirenennetz für den Verteidigungsfall installiert und den Kommunen zur Übernahme überlassen. Die meisten Städte und Gemeinde haben die Sirenen im Laufe der letzten Jahrzehnte deaktiviert, in Unna sind sie nach wie vor aktiv. Das könnte nun von Vorteil sein, denn in Zukunft will die Feuerwehr die Unnaer Bevölkerung mit den Sirenen vor drohenden Gefahrensituationen warnen.

„Sirenen sind immer und überall zu hören. Sie wecken und informieren“, sagt Hendrik zu Weihen, Leiter der Feuerwehr Unna. Anlässlich des Warntags weist die Feuerwehr die Bevölkerung auch auf bestimmte Verhaltensweisen im Ernstfall hin. „Bürgerinnen und Bürger sollten nicht den Notruf der Feuerwehr wählen, um dort Informationen abzufragen. In einem realen Einsatz würde ein solches Verhalten dazu führen, dass die Notrufleitungen dann überlastet wären“, so der Appell von Hendrik zur Weihen. Die Feuerwehr rät besorgten Bürgern, sich stattdessen über das Radio oder andere Medien über mögliche Gefahren zu informieren. Die Sirenen sollen hier den Impuls geben.

Warn-App „NINA“

Neben den lokalen Warnkonzepten testet der Bund im Rahmen des Warntags auch die Warn-App „NINA“. Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes können Nutzer wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen erhalten. Dazu gehören auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer. Über die App „NINA“ wird am Warntag landesweit eine Probewarnmeldung versendet.

Warntag in Unna

Die Feuerwehr Unna testet am Warntag ihr „Stufenkonzept zur Umsetzung einer flächendeckenden Warnung der Bevölkerung im Stadtgebiet Unna mit Sirenen“. In vielen Bereichen Unnas wurden die alten Sirenen bereits gegen leistungsstärkere und wartungsfreundliche elektrische Sirenen ausgetauscht. Diese werden auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Darüber hinaus testet die Feuerwehr, ob sich die Sirenen im Stadtgebiet - so wie es das Konzept vorsieht - einzeln ansteuern lassen. Dies ermöglicht, im Ernstfall nur die Bevölkerung in dem betroffenen Gebiet zu alarmieren. Der landesweite Warntag soll in Zukunft jährlich an jedem ersten Donnerstag im September stattfinden.