Unnas Spielplätze brauchen Schatten

rnOrtsvorsteherin sieht Handlungsbedarf

Unnas Spielflächen brauchen Schatten: Davon ist Ingrid Kroll, Ortsvorsteherin in Unna-Mitte, nach mehreren Gesprächen mit Bürgern überzeugt. Sie beantragt, dass Spielplätze mit Schatten spendenden Anlagen ausgestattet werden.

Unna

, 13.08.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sandkästen, die in der Mitte von Spielplätzen stehen; Rutschen, deren Metallbeschichtung sich durch Sonneneinstrahlung massiv aufheizt, und nur wenige Bäume, die Schatten spenden: Ingrid Kroll sieht großen Handlungsbedarf, was die Aufenthaltsqualität auf Unnas Spielplätzen angeht. „Der diesjährige Sommer hat nachdrücklich gezeigt, dass auf den hiesigen Kinderspielplätzen keine oder nur geringe Schattenflächen vorhanden sind“, schreibt Kroll in einem Antrag an Bürgermeister Werner Kolter.

Sandkasten in der prallen Sonne

„Mehrere Eltern haben mich in letzter Zeit darauf angesprochen, als es so heiß war“, sagt Kroll im Gespräch mit unserer Redaktion, „und tatsächlich bieten die meisten unserer Kinderspielplätze, wenn überhaupt, nur geringe Beschattungen durch Bäume.“ Vor allem die von Kindern am höchsten frequentierte Fläche von Spielplätzen – der Sandkasten – sei meistens komplett ohne Schatten. „Die Sandkästen sind überwiegend in der Mitte der Spielflächen angeordnet, sodass es dort überhaupt keinen Schatten gibt, selbst wenn Bäume am Rande des Spielplatzes stehen“, meint Kroll.

Die Ortsvorsteherin von Unna-Mitte meint, dass aufgrund dieser Zustände die Kinderspielplätze in Unna aufgrund der Sonnenintensität zur Zeit nur eingeschränkt von Kleinkindern nutzbar seien. „Gerade Kleinkinder sollen einer direkten Sonneneinstrahlung ja nicht lange ausgesetzt sein“, so Kroll. Und nicht nur die Kinder seien betroffen: „Häufig sind es Großeltern, die die Kinder zum Spielplatz begleiten. Auch ältere Menschen sind aber durch Hitze und Sonneneinstrahlung gesundheitlich besonders stark gefährdet.“

Streichliste biete Chancen zur Finanzierung

Kroll fordert, dass die Verwaltung die Spielplätze in Unna dahingehend überprüft, ob und inwieweit „schattenspendende Maßnahmen oder Einrichtungen“ installiert werden können. Als mögliche Beispiele nennt sie die Aufstellung von Sonnensegeln oder die Installation von Spielgeräten mit Überdachungen. „Das Geld, was wir durch die Aufgabe einiger Spielflächen im Stadtgebiet einsparen, könnte man dazu einsetzen, die im Bestand bleibenden Spielplätze zu verschatten“, meint Kroll. Anfang Juni hatte die Stadtverwaltung von der Politik grünes Licht für ihre „Streichliste“ bekommen, nach der 28 Spielplätze kurz- und langfristig aufgegeben werden sollen. Dabei handelt es sich um Spielflächen, die größtenteils schon länger nicht mehr genutzt werden. Das Geld, das die Stadt durch den Wegfall dieser Spielflächen einspart, soll in die Aufwertung der bestehenden Spielplätze investiert werden.