Unsere Favoriten für die Oscars

Kulturredaktion tippt Sieger

Die Oscars kommen. In der Nacht von Sonntag auf Montag wird es in Hollywood glückliche Gewinner, aber auch - wie immer gut versteckt hinter einem strahlenden Lächeln - enttäuschte Mienen geben. Kurz bevor es losgeht, haben die Mitglieder der Kulturredaktion in den sechs Königskategorien ein paar Tipps gewagt.

Dortmund

20.02.2015, 16:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unsere Favoriten für die Oscars

Wer kriegt in diesem Jahr die begehrten Goldjungs?

In 24 Kategorien hoffen Drehbuchschreiber, Schauspieler, Komponisten und Kameramänner auf die begehrteste Film-Trophäe der Welt. Die Filme mit den meisten Nominierungen sind das Wes-Anderson-Werk „The Grand Budapest Hotel“ und die bitterböse Komödie „Birdman“ mit neun Chancen auf die goldenen Statuen, gefolgt von dem Drama „The Imitation Game“ mit acht Nominierungen. Der deutsche Regisseur Wim Wenders konkurriert mit seinem Künstlerporträt "Das Salz der Erde" um den Dokumentarfilm-Oscar. Wir haben alle Nominierten in den sechs Königsdisziplinen zusammengestellt und in der Kulturredaktion gefragt, wer den Oscar verdient hätte.

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Oscartipps der Redaktion

21.02.2015
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Unser Tipp von Kai-Uwe Brinkmann:

»Die Konkurrenz ist nicht ohne, doch es spricht einiges dafür, dass Alejandro G. Inárritus »Birdman« zum besten Film gekürt wird. Weil er formal aufregend ist und Hollywood daran erinnert, dass Kunst aus Leidenschaft geboren wird, nicht aus Kommerz-Denken.«
Kai-Uwe Brinkmann schreibt seit 1987 über Kinothemen und hat seitdem an die 5000 Filme rezensiert.© Foto: 20th Century Fox/dpa
Unser Tipp von Patrick Wildermann:

»Boyhood« zeigt das Aufwachsen eines amerikanischen Jungen - in Echtzeit. Über zwölf Jahre hinweg hat Richard Linklater an diesem Coming-of-Age-Film gearbeitet. Und wunderbar genau beobachtet. Auf jeden Fall den Regie-Oscar wert!
Patrick Wildermann schreibt seit über 20 Jahren über Film. Und berichtet jährlich für die Ruhr-Nachrichten von der Berlinale.© Foto: Daniel Naupold/dpa
Unser Tipp von Bettina Jäger:

»Einfach herzzerreißend, wie Benedict Cumberbatch im Film »The Imitation Game« das schwule Mathe-Genie Alan Turing spielt. Was für eine schlaue, verzweifelte, einsame Figur. Diesen genialen Schauspieler muss man doch mit einem Oscar trösten!«
Bettina Jäger liebt Kino - vor allem Science-Fiction-Filme aller Art. Ach ja, und ein Star-Trek-Fan ist sie auch.© Foto: Jack English/SquareOne Entertainment
Unser Tipp von Sebastian Deppe:

»Fünf Mal war Julianne Moore bereits für den Oscar nominiert. Fünf Mal ging sie leer aus. Verdient hätte die Schauspielerin die Auszeichnung schon lange. Dieses Mal wird es klappen - für ihre sensible und feinnervige Darstellung einer an Alzheimer erkrankten Frau in dem Drama ,Still Alice'.«
Sebastian Deppe mag Independent-Filme und Serien - schaut die aber lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino.© Foto: PA/ANDY RAIN
Unser Tipp von Max Florian Kühlem:

»Edward Norton (rechts im Bild) sollte den Oscar für "Birdman" bekommen, weil er so genüsslich den Ego-Wahnsinn ausspielt, dem Schauspieler verfallen können. Bereits in seiner ersten Filmszene ist er, ohne in Overacting zu verfallen, unfassbar präsent - diese Energie strahlt bis zum Ende aus.«
Max Florian Kühlem ist, wenn er zwischen Theater und Konzerten einen freien Abend findet, im Kino anzutreffen und schaut sich alles an: vom engagierten Laberfilm bis zu krachiger Science-Fiction-Fantasy-Action.© Foto: 20th Century Fox/dpa
Unser Tipp von Julia Gaß:

»Patricia Arquette würde ich den Oscar wünschen. Sie spielt die Mutter im wunderbaren Film »Boyhood« und zeigt dabei sehr eindrucksvoll, wie eine Frau, allein erziehende Mutter und ihre Kinder sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren, in dem der Film gedreht wurde, verändern können.«
Julia Gaß ist viel öfter im Konzert- und Opernhaus als im Kino und schaut Filme dann später auf DVD.© Foto: Universal Pictures

... oder lesen sie hier alle Nominierte (unsere Tipps sind dick gedruckt).

Bester Film:

  •  „American Sniper“
  •  „Birdman"
  •  „Boyhood“
  •  „The Grand Budapest Hotel“
  •  „The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“
  •  „Selma“
  • „Die Entdeckung der Unendlichkeit“
  • „Whiplash“  

Beste Regie:

  • Wes Anderson („Grand Budapest Hotel“)
  • Alejandro G. Iñárritu („Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“)
  • Richard Linklater („Boyhood“)
  • Morten Tyldum („The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“)
  • Bennett Miller („Foxcatcher“)

Bester Hauptdarsteller:

  • Steve Carell („Foxcatcher“)
  • Benedict Cumberbatch („The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“)
  • Michael Keaton („Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“)
  • Eddie Redmayne („Die Entdeckung der Unendlichkeit“)
  • Bradley Cooper („American Sniper“)  

Beste Hauptdarstellerin:

  • Marion Cotillard („Zwei Tage, Eine Nacht“)
  • Felicity Jones („Die Entdeckung der Unendlichkeit“)
  • Julianne Moore („Still Alice - Mein Leben ohne Gestern“)
  • Rosamund Pike („Gone Girl - Das perfekte Opfer“)
  • Reese Witherspoon („Der große Trip - Wild“)

Bester Nebendarsteller:

  • Ethan Hawke („Boyhood“)
  • Edward Norton („Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“)
  • Mark Ruffalo („Foxcatcher“)
  • J.K. Simmons, („Whiplash“)
  • Robert Duvall („Der Richter“)

Beste Nebendarstellerin:

  • Patricia Arquette („Boyhood“)
  • Keira Knightley („The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“)
  • Emma Stone („Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“)
  • Meryl Streep („Into the Woods“) - Laura Dern („Der große Trip - Wild“)