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Unterstützung für Scharnhorster Kinder durch das Jugendamt

SCHARNHORST „Es gibt immer mehr psychisch labile Mütter und arme Kinder in Dortmund“, schilderte Pilar Wulff die soziale Not. Die Ex-Leiterin der Kita am Stuckenrodt stellte der Bezirksvertretung (BV) das Projekt „Frühes Unterstützungssystem für Familien“ vor.

von Von Uwe Brodersen

, 21.03.2009 / Lesedauer: 2 min
Unterstützung für Scharnhorster Kinder durch das Jugendamt

Karin Fröhling, Leiterin des Familienzentrums Regenbogenhaus in Brackel, tröstet einen Schützling. »Wir sind und werden immer eine Kinderschutzburg sein«, meint sie.

Der Kinderschutz lasse sich gut als ein Haus darstellen, in dem viele Akteure von der Kinder- und Jugendförderung über die Schule und Gesundheitshilfe bis zur Polizei agierten. Tauchten bei einem Kind oder seinen Eltern Probleme auf, so biete das frühe Unterstützungssystem in einem Raum. Nämlich Kooperation, frühzeitige und präventive Hilfen  und Stärkung der Erziehungskompetenz. Hierbei sei die Einwilligung der Eltern Voraussetzung. Auf der anderen Seite des Flurs gehe es um Hilfe bei Kindeswohlgefährdung, etwa im Fall von Vernachlässigung oder Gewalt. Pilar Wulff: „Dann ist ganz klar: Kinderschutz geht vor Elternrecht.“ Das Projekt solle erreichen, dass eine Kindeswohlgefährdung erst gar nicht entstehe. Ein weiteres Ziel bestehe darin, die Kinder widerstandsfähig zu machen, so dass sie auch in einem schwierigen Umfeld ihr Leben meistern.

„Wenn ich als Kind Streit mit meinen Eltern hatte, bin ich zur Nachbarin gegangen, habe dort einen Bonbon und tröstende Worte bekommen“, erzählte Pilar Wulff. Solche Strukturen existierten heutzutage vielfach nicht mehr. Deshalb werde die Initiative „Kinderschutzburg“ gestartet. Sie solle die Bürger für die Nöte von Kindern sensibilisieren. Mit einem Aufkleber könnten Geschäfte oder Apotheken signalisieren, dass sie helfen, ein Pflaster für ein aufgeschlagenes Knie haben oder Rat wissen, wenn das Kind seine Fahrkarte verloren hat. „Sie brauchen nicht den Fahrschein zu bezahlen, aber sie können zum Telefon greifen und Eltern anrufen.“

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