Uraufführung in der Jahrhunderthalle

Ruhrtriennale mit Jan Lauwers

„Ich erkläre meine Arbeit nicht gern“, sagt Regisseur und Autor Jan Lauwers. „Das ist Ihre Aufgabe.“ Aber wenn in seinem neuen Stück Boote vom Himmel fallen, Straßenkehrer die Hauptrolle spielen und Menschen ohne Identität orange tragen, dann muss man schon mal nachfragen. „Marketplace 76“ wird am Freitag in der Jahrhunderthalle uraufgeführt.

BOCHUM

von Von Stefanie Platthaus

, 05.09.2012 / Lesedauer: 3 min
Uraufführung in der Jahrhunderthalle

Jan Lauwers kreierte für die Ruhrtriennale ein Stück über die ausgegrenzten Identitäten unserer westlichen Gesellschaft.

Die Premiere findet am Freitag, 7. September, um 19.30 Uhr in der Jahrhunderthalle statt. Weitere Termine: 8., 13., 14. und 15. September jeweils um 19.30 Uhr. Im Stück wird Englisch, Französisch und Koreanisch gesprochen, es gibt deutsche Übertitel. Das Stück dauert circa zwei Stunden und 20 Minuten. Tickets ab 20 Euro, Last-Minute-Tickets für Schüler und Studenten für 10 Euro. Es gibt für alle Termine noch Tickets.

Neu ist das nicht. Das Thema Gesellschaft beschäftigt ihn und die Needcompany in den meisten ihrer Stücke. Und so wird in „Marketplace 76“ ein Straßenkehrer zur Hauptfigur. Aber nicht allein. Nach einer Tragödie versinkt ein kleines Dorf in Trauer. Der Marktplatz wird zur Bühne, auf der die Bewohner von ihrem Schicksal berichten. Ein Ort, an dem Identitäten und Nicht-Identitäten zusammen treffen. Die eigentliche Bühne in der Jahrhunderthalle wird rau und industriell, fast kein Set soll es geben. „Es geht nur um die Darstellung der Schauspieler und die Vorstellungskraft der Zuschauer.“

Von einem Stück kann man sprechen, aber auch von einem Konzert und einer Tanzaufführung. Fünf Schauplätze zur gleichen Zeit will Lauwers dadurch kreieren. „Der Fokus wird sich verschieben, sodass der Zuschauer entscheiden muss, wohin er schaut und was er sehen möchte.“ Und so könne auch jeder seine eigene Geschichte erleben. Lauwers Theater ist darauf ausgelegt, dass sich die künstlerischen Energien verschieben. Er selbst wird vom Autor zum Regisseur, die Schauspieler sind auch Musiker, die Musiker übernehmen Rollen. Dieser Wandel soll auf die Bühne. Im Vordergrund all die kleinen Geschichten – und ein Boot, das vom Himmel fällt.

Die Premiere findet am Freitag, 7. September, um 19.30 Uhr in der Jahrhunderthalle statt. Weitere Termine: 8., 13., 14. und 15. September jeweils um 19.30 Uhr. Im Stück wird Englisch, Französisch und Koreanisch gesprochen, es gibt deutsche Übertitel. Das Stück dauert circa zwei Stunden und 20 Minuten. Tickets ab 20 Euro, Last-Minute-Tickets für Schüler und Studenten für 10 Euro. Es gibt für alle Termine noch Tickets.