"Veilchen" vom VfL verh-Aue-n

5:1-Sieg in Aue

In 34 Spieltagen der vergangenen Saison brachte es der VfL Bochum gerade einmal auf elf Stürmertore. Nach zwei Spieltagen der aktuellen Saison sind es bereits fünf. Das ist mehr als nur ein Fingerzeig für die an der Castroper Straße angedachte Entwicklung.

AUE

von Christian Aubel

, 10.08.2014, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Torschütze Stanislav Sestak wusste, beim wem er sich für die Vorarbeit zu bedanken hatte: bei Michael Gregoritsch.

Torschütze Stanislav Sestak wusste, beim wem er sich für die Vorarbeit zu bedanken hatte: bei Michael Gregoritsch.

Simon Terodde hat schon drei Tore auf dem Konto, Heimkehrer Stanislav Sestak zwei, dazu den Assist für Teroddes Tor gegen Greuther Fürth. "Natürlich freue ich mich über meine Tore. Auf so einen Start in die Saison hofft man doch. Ich glaube, man sieht, dass wir in der Offensive harmonieren," meinte der aus Berlin gekommene Terodde.

Die individuelle Klasse in dem neu zusammengestellten Kader und die lange vermisste Durchschlagskraft in der Offensive sind die zurzeit auffälligsten Veränderungen im Vergleich zur vergangenen Saison. Die frischen Erfolgserlebnisse sollen den Blick für die Realität aber nicht verwässern. Das haben sie sich beim VfL Bochum offenbar auch nach dem unerwartet hohen Sieg bei den "Veilchen" fest vorgenommen.

"Die Mannschaftsleistung hat mir überhaupt nicht gefallen. Das war deutlich schlechter als in den Spielen gegen Fürth und den FC Schalke", kristisierte Peter Neururer und fügte hinzu: "Wir haben in der zweiten Hälfte eine viel zu hohe Zahl von Standards gegen uns zugelassen."In einigen Situationen Glück gehabt

Das räumte auch Anthony Losilla ein, der zusammen mit Danny Latza im defensiven Mittelfeld nach besten Kräften für eine solide Grundordnung sorgte: "Wir waren im Defensivverhalten noch zu unkonzentriert. Wir haben in einigen Situationen auch Glück gehabt." Beispielsweise nach gut einer Stunde, als Celozzi einen Vucur-Schuss von der Linie holte oder kurz darauf Löning einen Konter mit einem - allerdings - schwachen Abschluss beendete. Das war eine Phase, in der Aue dem Anschlusstreffer gefährlich nahe kam. Die Lage beruhigte dann aus Bochumer Sicht Anthony Losilla, der einen Konter einleitete und Terodde bediente, dem mit einem kuriosen Treffer das 4:1 gelang. "Ich wollte den Ball in die linke Ecke setzen, habe ihn aber nicht richtig getroffen. Dabei habe ich mich selbst angeschossen und irgendwie ist der Ball dann noch ins Tor gegangen. Eigentlich sind das die schönsten Tore, die man erzielen kann", beschrieb der Torschütze die erfolgreiche Einlage.Euphorie nicht bremsen

Bei aller sachlicher Selbstkritik freuen sich die Bochumer auf ihre nächsten Aufgaben. Deshalb will Peter Neururer auch auf gar keinen Ball auf die Stimmungsbremse treten: "Jetzt freuen wir uns auf das Pokalspiel gegen Stuttgart und werden eine mögliche Euphorie, die nun im hochsensiblen Bochumer Umfeld entstehen könnte, nicht stoppen."

 

 

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