Verängstigte Zeugin berichtet von Gewaltdrohungen

Rotlicht-Prozess

WITTEN Fortsetzung im Rotlicht-Prozess gegen einen 25-jährigen Wittener: Zusammengekauert saß eine 16-Jährige am Freitag auf ihrem Stuhl im Landgericht Bochum und berichtete tränenüberströmt, wie sie der Angeklagte angeblich zur Prostitution in einem Dortmunder Saunaclub drängen wollte.

von Von Anne Petersohn

, 18.12.2009, 16:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Urteil wird am 22. Dezember erwartet.

Das Urteil wird am 22. Dezember erwartet.

"Er hat mir Schläge angedroht", sagte die Zeugin vor dem Landgericht Bochum. "Jetzt knallt's" soll der 25-Jährige gebrüllt haben, als ihm die Schülerin nach der Besichtigung des Bordells eine Absage erteilte.

"Er hatte von einem Kellnerjob gesprochen - nicht vom Anschaffen." Zwei Mal habe sie zuvor mit dem Wittener schlafen müssen. "Ich sollte üben, mich mit fremden Männern einzulassen."Zeuginnen schwächten Aussagen ab Mit dabei war damals eine 20-jährige Wittenerin, die ebenfalls in den Club gefahren worden war. Sie sei in den Angeklagten verliebt gewesen, habe die 16-Jährige nur zur Unterstützung nach Dortmund begleiten sollen, sagte die Arbeitslose den Richtern.

Beide Zeuginnen schwächten damit frühere Aussagen ab, wonach der Angeklagte mehrfach gewalttätig geworden sei. Das Urteil wird am 22. Dezember gesprochen.