Verdi: Einigung mit Karstadt Feinkost - 26 von 50 Filialen gesichert

Galeria Karstadt Kaufhof

Trotz der geplanten Schließung von 62 Filialen des Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat sich ver.di für den Erhalt von der Karstadt Feinkost GmbH eingesetzt.

Berlin/Köln

28.06.2020, 09:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Eingangsschild einer Filiale der Karstadt-Lebensmitteltochter Perfetto.

Das Eingangsschild einer Filiale der Karstadt-Lebensmitteltochter Perfetto. © picture alliance/dpa

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat sich mit der Karstadt Feinkost GmbH nach eigenen Angaben auf einen Sozialtarifvertrag verständigt. Es sei gelungen, „dass mindestens 26 Filialen erhalten bleiben und es für vier weitere Filialen Hoffnung auf den Erhalt gibt“, teilte ver.di-Bundesfachgruppenleiter Orhan Akman am Samstag mit.

Bitter sei, dass dennoch Standorte geschlossen würden und 637 Beschäftigte ihren Arbeitsplätze verlören. Allerdings sorge der Tarifvertrag für eine bestmögliche Absicherung der von Entlassung betroffenen Beschäftigten. Ebenso sei für die weiterbeschäftigten Menschen eine Beschäftigungssicherung vereinbart worden. Bei Karstadt Feinkost arbeiten laut Verdi rund 2100 Beschäftigte in 50 Filialen. Von dem Unternehmen lag zunächst keine Mitteilung vor.

62 von 172 Warenhäuser sollen geschlossen werden

Für die von Arbeitsplatzverlust betroffenen Beschäftigten wurde ein Rechtsanspruch auf Eintritt in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) mit anschließendem sechsmonatigen Arbeitsverhältnis vereinbart. Bei einer möglichen Fortführung der vier Filialen würde sich die Anzahl der Beschäftigten, die ihren Job verlieren, reduzieren.

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof musste angesichts der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Krise Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen. Zuletzt hatte er angekündigt, 62 von 172 Warenhäusern zu schließen und mehrere Tausend Jobs zu streichen. Bei Karstadt Sports sollen 20 von 30 Filialen aufgegeben werden.

dpa

Lesen Sie jetzt