Verein macht kleine Schritte zum großen Konzept

Charles-Wilp-Modul

Bis aus dem alten Wasserwerk an der Bommeraner Ruhrbrücke das Charles-Wilp-Modul, ein Museum rund um Leben und Werk des in Witten geborenen, weltbekannten Künstlers wird, werden wohl noch Jahre vergehen. Der Verein Charles-Wilp-Modul gibt sich vorerst aber auch mit kleinen Aktionen zufrieden.

WITTEN

von Von Beatrice Haddenhorst

, 26.09.2011, 17:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Studenten entwarfen Ideen zum Wilp-Modul.

Studenten entwarfen Ideen zum Wilp-Modul.

„Da sind ganz viele tolle Entwürfe bei herausgekommen. Darum haben wir auch alle Entwürfe mit Wilp-Kunstwerken prämiert und für den am besten umsetzbaren Entwurf noch drei Buchgutscheine vergeben“, erläutert Böhmer. Viele Vorschläge der Studenten seien wirklich gut, aber auch schwer umsetzbar, denn es habe kaum Vorgaben gegeben, auch nicht was ein mögliches Budget für die Umgestaltung des Wasserwerkes oder die technische Umsetzbarkeit der Vorschläge betreffe. „Einen Kostenrahmen vorzugeben, sieht die Studienordnung bei Examensarbeiten nicht vor“, erklärt Erik Böhmer.

Er rechnet damit, dass der Wandel des Wasserwerkes zum Wilp-Modul einen siebenstelligen Betrag verschlingen würde. Doch auch ohne eigenes Museum soll schon im nächsten Jahr, wenn Wilp seinen 80. Geburtstag gefeiert hätte, eine Ausstellung stattfinden. „Wir stehen mit dem Kulturforum in Verhandlung über eine Ausstellung im Märkischen Museum. Da könnte auch das Wasserwerk schon einbezogen werden. Der Weg zwischen beiden Orten ist ja nicht weit“, unterstreicht Böhmer.

Mittelfristig soll das Futuro-Haus, das schon neben dem Wasserwerk steht, für kleine Veranstaltungen hergerichtet werden. Möglich wäre es, im Wasserwerk, wo schon einige Wilp-Kunstwerke stehen, Leinwände aufzustellen, um weitere Kunstwerke darauf zu projizieren und Führungen anzubieten. „Für das Wilp-Modul brauchen wir ein großes Gesamtkonzept, müssen aber jetzt mit kleinen Schritten anfangen“, meint Böhmer, der gemeinsam mit Wilps Witwe, Ingrid Schmidt-Winkeler, Kontakt zum Landschaftsverband sowie ehemaligen Kunden des Werbekünstlers aufgenommen hat.