Vereiste Fahrbahnen verhindern Müllabholung

Betriebsamt

Glätte und Schnee haben das Betriebsamt der Stadt Witten nach wie vor im Griff. Auf den Straßen wurde es durch das in der Sonne schmilzende Eis am Dienstag empfindlich glatt.

WITTEN

von Von Irene Steiner

, 05.01.2011, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
An vielen Straßen vor allem in den Randgebieten türmt sich inzwischer der Müll. In manchen Straßen kommt die Müllabfuhr nicht durch.

An vielen Straßen vor allem in den Randgebieten türmt sich inzwischer der Müll. In manchen Straßen kommt die Müllabfuhr nicht durch.

Denn dort türmen sich zum Teil immer noch die Schneeberge und die Fahrbahnen sind vereist. Und das, obwohl das Betriebsamt in diesem kalendarisch gerade erst begonnenen Winter bereits 1600 Tonnen Streusalz auf Wittens Straßen verstreut hat. Im vergangenen Winter waren es insgesamt 1400 Tonnen. Und damit immer noch dreimal so viel wie in einem „normalen“ Winter, wie Bodang betont: "Da streuen wir 300 bis 400 Tonnen.“ Gestreut wird in kleinen Portionen, je Quadratmeter verteilt ein Streufahrzeug lediglich 10 Gramm. Das ist wesentlich weniger als bei dem privaten Hausbesitzer, der seinen Bürgersteig von Hand eis- und schneefrei hält.

"Mit einer Schüppe Salz von Hand wird ein Vielfaches gestreut“, weiß Bodang. Abgesehen davon, dass die Bürger eigentlich nach dem geltenden Ortsrecht nur auf Treppen, bei starkem Gefälle und bei Eis zu der salzigen Auftauhilfe greifen dürfen. "Das Ordnungsamt prüft das auch stichprobenartig“, so Bodang. Denn wer Salz streut, obwohl keine der obigen Bedingungen erfüllt ist, der begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die mit einem Bußgeld belegt ist.

Die eisigen Nebenstraßen verhinderten am Dienstag, dass sich das Betriebsamt mehr um die Müllberge kümmern konnte, die sich in den Außenbezirken türmen: "Wir haben in manchen Straßen seit Ende November keinen Müll mehr abfahren können“, so Bodang.   Betroffen seien mehrere hundert Haushalte in den Außenbezirken und an Gefällestrecken. Bodang verspricht sich vom Tauwetter der nächsten Tage Entspannung: "Wir hoffen, dass wir bis Samstag alles abholen können. Und wenn wir da sind, dann nehmen wir alles mit: Auch die blauen Säcke, die neben den Tonnen stehen.“