Verena Schäffer (Grüne) kämpft für Gleichberechtigung

Kandidaten-Porträt

Als Abgeordnete in Düsseldorf hat sich Verena Schäffer (25) den Einsatz gegen Rechtsradikalismus und für die Frauen besonders auf die Fahnen geschrieben. Mehr zu der Wittener Landtagswahl-Kandidatin der Grünen lesen Sie in unserem Kandidaten-Porträt.

WITTEN

von Von Susanne Linka

, 07.05.2012, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verena Schäffer ist mit ihren 25 Jahren das jüngste Mitglied des Düsseldorfer Landtages.

Verena Schäffer ist mit ihren 25 Jahren das jüngste Mitglied des Düsseldorfer Landtages.

Seit 2010 ist die Wittenerin die jüngste Politikerin in Düsseldorf. Vermutlich wird das auch nach der Neuwahl so bleiben. Denn die Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen steht wie damals auf dem aussichtsreichen Listenplatz 13: „Da komme ich wahrscheinlich wieder rein.“ Die junge Historikerin hofft, dass die rot-grüne Koalition weiter reagieren kann: „Wenn die Piraten stark werden, könnten sie das allerdings verhindern.“Es ärgere sie ohnehin, dass der Aufstieg dieser Partei immer wieder mit dem der Grünen verglichen wird: „Unsere Partei hat ihre Wurzeln in der Friedens-, Umwelt- und Frauen- und Bürgerrechtsbewegung. Wir hatten also immer eine Wertebasis“, unterstreicht sie. Genau die könne sie bei den Piraten nicht entdecken: „Zu vielen Themen keine Position zu haben, mag ja für den Moment ganz charmant sein, aber es fehlt der Inhalt.“ Die Debatte um den Irak-Krieg hatte 2003 ihr eigenes politisches Interesse geweckt. Während ihrer Schulzeit am Schiller-Gymnasium absolvierte sie ein Austausch-Jahr in Kalifornien: „Da habe ich die deutsche Politik aus der Entfernung beobachtet und mir vorgenommen, mich nach meiner Rückkehr zu engagieren.“

Sie entschied sich für die Grüne Jugend: „Sie lag mir von den Inhalten her und wegen ihrer Debattenkultur.“ Schnell rückte sie in den Landesvorstand auf, war dreieinhalb Jahre lang Landessprecherin, auch als sie 2007 ihr Abitur machte. Verena Schäffer, die in einer feste Beziehung lebt, betont: „Ich lebe sehr anspruchslos.“ Sie pendelt zwischen Düsseldorf und Witten, hat nur eine kleine Wohnung und kein eigenes Auto: „Ich miete oder leihe mir immer mal einen Wagen, so wie jetzt im Wahlkampf.“