Verfahren gegen Ex-Rocker aus Bochum eingestellt

Überfall auf Rivalen

Der Ex-Präsident des Rockerclubs "MC Gremium Duisburg" ist für den Überfall auf ein Mitglied der "Freeway Riders" nicht verurteilt worden. Das Strafverfahren wurde am Dienstag in Bochum eingestellt.

BOCHUM

15.03.2016, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Drei Monate hatte der Bochumer Ex-Kneipier und Rockerboss in Untersuchungshaft gesessen. Auf eine Haftentschädigung hat er am Dienstag großzügig verzichtet. Den erhofften Freispruch hatte es zwar nicht gegeben, eine Verurteilung aber eben auch nicht.

Keine Kooperation mit Justiz

Grund ist die eiserne Taktik der Motorradclubs. Das Motto: bloß keine Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz. Auch in diesem Fall hatte das Opfer trotz heftiger Verletzungen keine Anzeige erstattet. Und auch vor Gericht wurde geschwiegen.

Der Angeklagte hatte den Überfall auf ein Mitglied der verfeindeten "Freeway Riders" zwar zugegeben – er selbst wollte daran aber nicht beteiligt gewesen sein. Auch der Auslöser der Racheaktion blieb im Dunkeln. Wie es scheint, fühlte sich der Angeklagte in seiner Ehre gekränkt. Möglicherweise wurde er aus Reihen der "Freeway Riders" verspottet, weil in seiner Bochumer Kneipe der "Sparkasten" geplündert worden war.

Bei dem Überfall war dem "Freeway Rider" die Kutte geraubt worden. Sie war anschließend verbrannt worden.