Tempo 200: Mann (55) flüchtet mit Corvette über die A2 vor der Polizei

rnKamener Kreuz

Diese Verfolgungsjagd auf der A2 erinnert an die Kino-Blockbuster aus der Reihe „Fast & Furious“: Mit über 200 Sachen flüchtete ein Corvette-Fahrer vor der Polizei. Tags zuvor fiel er bereits als Geisterfahrer auf.

Kamen

, 24.07.2020, 13:54 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit mehr als 200 km/h flüchtete ein zunächst unbekannter Corvette-Fahrer am Donnerstag (23. Juli) auf der Autobahn 2 bei Kamen vor einem Streifenwagen der Polizei. Einen Tag vorher fiel der Fahrer bereits der Autobahnpolizei Münster auf – als „Geisterfahrer“ auf der A30.

Doch zurück auf die A2: Um 22.40 Uhr fiel der Sportwagenfahrer im Kamener Kreuz mit einem rasanten Spurwechsel auf. Der Fahrer des Streifenwagens der Autobahnpolizei musste stark abbremsen, um einen Unfall zu vermeiden.

Blick in den Innenraum der Corvette: Glassplitter einer offenbar zerborstenen Scheibe und leere Colaflaschen liegen auf dem Beifahrersitz.

Blick in den Innenraum der Corvette: Glassplitter einer offenbar zerborstenen Scheibe und leere Colaflaschen liegen auf dem Beifahrersitz. © VN24

Mehrfach forderten die Polizisten den Corvette-Fahrer auf, seinen Wagen anzuhalten. Doch er flüchtete mit hohem Tempo weiter in Richtung Hannover, bremste dabei immer wieder ab, wechselte immer wieder die Spuren.

Bei Beckum stoppte der (noch) Unbekannte die weiße Corvette auf der Mehrzweckspur. Mehrere Streifenwagen verhinderten die Weiterfahrt.

Corvette-Fahrer: Aus Angst vor der Polizei geflüchtet

In der Polizeiwache teilte der vorläufig festgenommene 55-jährige Mann aus Lengerich lediglich mit, dass er aus Angst vor der Polizei geflüchtet sei. Einen Führerschein konnte er freilich nicht vorlegen. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Mit dieser weißen Corvette lieferte sich ein 55-jähriger Mann auf der A2 eine denkwürdige Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Mit dieser weißen Corvette lieferte sich ein 55-jähriger Mann auf der A2 eine denkwürdige Verfolgungsjagd mit der Polizei. © VN24

Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den 55-Jährigen. Der Chevrolet wurde abgeschleppt. Der Mann musste mit einem Taxi nach Hause fahren.

Die weiße Corvette ist im Kreis Steinfurt zugelassen, trug ein Kennzeichen mit dem Kürzel „TE“. Die Abkürzung steht für Tecklenburg, eine Kleinstadt in dem münsterländischen Kreis.

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Es handelt sich bei dem Sportwagen um eine Corvette der siebten Generation, die von 2013 bis 2019 gebaut wurde. Die Tradition des schnittigen Ami-Sportflitzers begründete Chevrolet bereits 1953.

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