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Vergangenheit in Dönekes lebendig

HUCKARDE Die Geschichtchen, die Oma erzählt, sind für die Familie liebevoll gehegte Dönekes. Doch wenn diese persönlichen Erinnerungen gebündelt werden, dann wird mit ihnen die Geschichte einer Generation, eines Ortes lebendig.

von Von Irene Steiner

, 05.11.2007
Vergangenheit in Dönekes lebendig

Mit viel Einsatz musizierten die Bläser der Gustav-Heinemann-Gesamtschule beim Auftakt der Themenwoche.

Genau das geschieht in den Erzählcafés, zu denen unter anderem das Seniorenbüro Huckarde in dieser Woche im Rahmen der Themenwoche "Geschichten aus dem Stadtbezirk" einlädt. Und damit möglichst viele ins Erzählen kommen, wird jede Veranstaltung mit einer kleinen Wander-Ausstellung umrahmt. Auf zehn liebevoll gestalteten Tafeln haben die Organisatoren - neben Seniorenbüro auch Familienbüro und Stadtteilbücherei - alte Bilder oder Grafiken nach unterschiedlichen Themen zusammengestellt.

Da wird das sportliche Huckarde des frühen 20. Jahrhunderts lebendig mit Turnriege und Ringerstaffel. Da gibt es Fotos von Erstkommunionkindern in weißen Kleidchen mit Krönchen, von Straßenzügen "in der Franzosenzeit", von Kinderspielen und ein Blick in die Bücherei der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Und das sind ganz viele Anlässe, um ins Erinnern zu kommen.

Teure Taubensuppe

Der erste, der sich animieren ließ, war Bezirksvorsteher Harald Hudy, der die Themenwoche offiziell eröffnete. Schmunzelnd erzählte er von der teuersten Taubensuppe, die je in Huckarde gegessen wurde. Ein Taubenvater hatte vor vielen Jahren besonders vielversprechende und dementsprechend teure Vögel aus Holland gekauft. Aber die Vögel flogen immer hinterher. Bis der Taubenvater es leid war und die Viecher in den Suppentopf steckte. Auf viele Geschichten dieser Art hoffen die Veranstalter bei ihren Erzählcafés. Und auf viele auch junge Besucher, die sie hören wollen. "Denn wenn Alt von Jung und Jung von Alt lernt, dann braucht man keine Angst vor der Zukunft zu haben", so Harald Hudy.

Der Auftakt war vielversprechend. Viele ältere Menschen waren der Einladung zum ersten Erzählcafé gefolgt, und die Jungen, nämlich die Bläserklasse der Gustav-Heinemann-Bläserklasse, machten dazu Musik.