Verkauf am Phoenix-See gestoppt

Streit um Wohnungsbau

Der Phoenix-See in Dortmund-Hörde ist nicht nur ein neues Freizeitparadies, sondern auch eine neue attraktive Wohnadresse. Doch die Hörder Politik vermisst dabei die soziale Komponente. Das hat jetzt Konsequenzen, die Vermarktung der Grundstücke ist gestoppt.

HÖRDE

von Von Peter Bandermann und Oliver Volmerich

, 30.01.2013, 00:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bauen am Südufer am Phoenix-See: Bagger modellieren die Grundstücke.

Bauen am Südufer am Phoenix-See: Bagger modellieren die Grundstücke.

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Neue Bilder von den Baugrundstücken am Phoenix-See

Die See-Entwicklungsgesellschaft erschließt das Baufeld "C" am Südufer des Phoenix-Sees. Die Nachfrage nach Bauland in bester Lage ist groß. Anders als einst geplant wird es sozialen Wohnungsbau nicht geben - die Grundstückpreise sind dafür zu hoch.
29.01.2013
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Der Phoenix-See in Hörde: Hinter den Neubauten am Nordufer verläuft die Straße "Am Remberg".© Foto: Peter Bandermann
Bauen am Südufer am Phoenix-See: Bagger modellieren die Grundstücke.© Foto: Peter Bandermann
Wohnen in moderner Architektur am Phoenix-See in Hörde.© Foto: Peter Bandermann
Das Baufeld am Südufer des Sees. Der Verkauf der Grundstücke beginnt.© Foto: Peter Bandermann
Die Straßen rund um den See haben längst einen Namen bekommen.© Foto: Peter Bandermann
Wohnen am Phoenix-See ist beliebt: Die Mehrheit der Grundstücke ist bereits verkauft.© Foto: Peter Bandermann
Der Phoenix-See bietet schöne Ansichten und ist ein beliebter Treffpunkt für Spaziergänger und Sportler.© Foto: Peter Bandermann
Das Baufeld am Südufer. Die See-Entwicklungsgesellschaft beeginnt jetzt mit dem Verkauf der Grundstücke.© Foto: Peter Bandermann
Das Baufeld "C": Hier stand bis vor drei Jahren noch eine große Industriehalle.© Foto: Peter Bandermann
Das Baufeld "C" am Südufer des Sees. Im Hintegrund die Schüruferstraße / Hermannstraße und das Audi-Autohaus Hülpert.© Foto: Peter Bandermann
Modernes Wohnen am Phoenix-See: Ein Großteil der rund 400 Grundstücke ist Bauland für Hausbesitzer.© Foto: Peter Bandermann
Moderne Architektur am Phoenix-See, im Hintergrund der Turm der Hörder Burg.© Foto: Peter Bandermann
Blick vom Aussichtspunkt am "Kaiserberg" über den See in Richtung Hörde bei schlechtem Wetter: Links die Stiftskirche St. Clara, rechts die Lutherkirche an der Kanzlerstraße.© Foto: Peter Bandermann
Der Phoenix-See ist ein kleines Wirtschaftswunder: In nur zehn Jahren ist ein Stahlwerk verschwunden und ein Freizeit- und Wohnquartier entstanden.© Foto: Peter Bandermann
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Die See-Entwicklungsgesellschaft erschließt das Baufeld "C" am Südufer des Phoenix-Sees. Die Nachfrage nach Bauland in bester Lage ist groß. Anders als einst geplant wird es sozialen Wohnungsbau nicht geben - die Grundstückpreise sind dafür zu hoch.
29.01.2013
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Der Phoenix-See in Hörde: Hinter den Neubauten am Nordufer verläuft die Straße "Am Remberg".© Foto: Peter Bandermann
Bauen am Südufer am Phoenix-See: Bagger modellieren die Grundstücke.© Foto: Peter Bandermann
Wohnen in moderner Architektur am Phoenix-See in Hörde.© Foto: Peter Bandermann
Das Baufeld am Südufer des Sees. Der Verkauf der Grundstücke beginnt.© Foto: Peter Bandermann
Die Straßen rund um den See haben längst einen Namen bekommen.© Foto: Peter Bandermann
Wohnen am Phoenix-See ist beliebt: Die Mehrheit der Grundstücke ist bereits verkauft.© Foto: Peter Bandermann
Der Phoenix-See bietet schöne Ansichten und ist ein beliebter Treffpunkt für Spaziergänger und Sportler.© Foto: Peter Bandermann
Das Baufeld am Südufer. Die See-Entwicklungsgesellschaft beeginnt jetzt mit dem Verkauf der Grundstücke.© Foto: Peter Bandermann
Das Baufeld "C": Hier stand bis vor drei Jahren noch eine große Industriehalle.© Foto: Peter Bandermann
Das Baufeld "C" am Südufer des Sees. Im Hintegrund die Schüruferstraße / Hermannstraße und das Audi-Autohaus Hülpert.© Foto: Peter Bandermann
Modernes Wohnen am Phoenix-See: Ein Großteil der rund 400 Grundstücke ist Bauland für Hausbesitzer.© Foto: Peter Bandermann
Moderne Architektur am Phoenix-See, im Hintergrund der Turm der Hörder Burg.© Foto: Peter Bandermann
Blick vom Aussichtspunkt am "Kaiserberg" über den See in Richtung Hörde bei schlechtem Wetter: Links die Stiftskirche St. Clara, rechts die Lutherkirche an der Kanzlerstraße.© Foto: Peter Bandermann
Der Phoenix-See ist ein kleines Wirtschaftswunder: In nur zehn Jahren ist ein Stahlwerk verschwunden und ein Freizeit- und Wohnquartier entstanden.© Foto: Peter Bandermann
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Bezirksbürgermeister Manfred Renno bemängelte, dass die See-Entwicklungsgesellschaft sich nicht an Absprachen gehalten habe. „Bisher sind wir alle zufrieden mit der Entwicklung am Phoenix-See. Wir müssen jetzt aber auf eine Ausgewogenheit achten.“ Bezirksvertreter Peter Pfeiffer (SPD): „Am Phoenix-See muss es Hausbau gegen, den sich auch Normalverdiener noch leisten können.“ Mit der Verschiebung des Verkaufsstarts nehme man auf die Bedenken der Bezirksvertretung Rücksicht, erklärte Ursula Klischan als Geschäftsführerin der Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft. „Das ist bedauerlich, weil es schon viele Interessenten gibt, die hier bauen wollen.“

Für klassischen sozialen Wohnungsbau sind die Grundstückspreise am See viel zu hoch. Am 14. Februar soll der Rat der Stadt eine Vorlage des städtischen Planungsdezernats zum neuen Bebauungsplan für das Südufer an der Hermannstraße beschließen. Den Segen der Hörder Bezirksvertreter gab es dafür am Dienstag nicht.

Vorgesehen ist im Süden des Sees neben freistehenden Einfamilienhäusern, Doppelhäusern und Stadtvillen auch Geschosswohnungsbau. Doch klassische Sozialwohnungen wird es dabei wohl nicht geben. Denn die wären nur dann wirtschaftlich, wenn der Investor deutlich sichtbar in die Höhe baut und die Grundstückspreise erschwinglich sind. Genau daran hapert es. Der Quadratmeterpreis für Grundstücke ist von anfangs 220 Euro auf rund 350 Euro angestiegen.

Hördes Bezirksbürgermeister Manfred Renno, ein Sozialdemokrat, passt die Entwicklung nicht in den Kram: „Das hat etwas mit der Vermarktung zu tun. Wir prüfen und diskutieren das. Die Stadt wird dazu Stellung beziehen müssen.“ Der Bezirksbürgermeister, der die Pläne für den Phoenix-See seit mehr als zehn Jahren begleitet, will an Ankündigungen erinnern, am See auch sozialen Wohnungsbau vorzusehen. Deshalb gab es am Dienstag in der Sitzung der Hörder Bezirksvertretung noch keine Entscheidung zum neuen Bebauungsplan.

Der Leiter des Stadtplanungsamtes, Ludger Wilde, sieht im Plan genug Raum für Geschosswohnungsbau. Öffentlich geförderter Wohnungsbau lasse sich zu den Grundstückspreisen am See aber wohl nicht realisieren, räumt Wilde ein. Er sieht das Problem aber nicht bei der Planung, sondern bei der Vermarktung. Ob die Politiker die Pläne für das noch nicht bebaute Südufer noch beeinflussen können, ist fraglich. Die See-Entwicklungsgesellschaft beginnt aktuell mit dem Verkauf der Grundstücke.

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