Verkaufsoffene Sonntage werden neu diskutiert

Suche nach Kompromiss

Die verkaufsoffenen Sonntage werden schon ab dieser Woche wieder Teil der politischen Beratungen sein. Mit einer abgeschwächten Version der ursprünglichen Vorlage soll der vergangene Woche gefasste Ratsbeschluss „korrigiert“ werden.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 08.02.2012, 18:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwammig erscheint seit Mittwoch die Zustimmung im Bochumer Rat zur Kompromiss-Lösung für die verkaufsoffenen Sonntage.

Schwammig erscheint seit Mittwoch die Zustimmung im Bochumer Rat zur Kompromiss-Lösung für die verkaufsoffenen Sonntage.

„Wir können mit dieser Version leben“, ergänzt die Geschäftsführerin. Ob die Ratsfraktionen dies auch können? „Es ist ein Versuch wert“, betont SPD-Fraktionschef Dieter Fleskes. „Es musste sowohl qualitativ als auch quantitativ etwas passieren.“ Die Streichung des verkaufsoffenen Muttertags habe einen symbolischen Charakter. Fleskes sagt aber auch: Diejenigen, mit fundamentaler Überzeugung, werde das nicht umstimmen. „Es ist jedoch richtig, die Chance zu nutzen, ein anderes Ergebnis zu erzielen“, sagt Fleskes. Erwartungsgemäß sehen Linke und Soziale Liste das anders.

Ein Umstoßen des Ratsbeschlusses könne nur das Ansehen des Rates beschädigen, sagt Günter Gleising (Soziale Liste). Er sieht „ in den vorhandenen Ladenöffnungszeiten genügend Spielraum für den Einzelhandel attraktive Angebote zu entwickeln, der Sonntag muss nicht dazugehören“.Der Einzelhandel will bis zur Ratsabstimmung am 1. März noch Gespräche mit einigen Fraktionen führen. Bereits heute wird die Vorlage dem Bezirk Mitte vorgelegt werden müssen, um tatsächlich Anfang März eine endgültige Entscheidung treffen zu können. Zur Gertrudiskirmes am 11. März sollen dann die Geschäfte in Wattenscheid schon geöffnet haben dürfen.