Verkehrsversuch: So geht es an der Faßstraße weiter

Baustellen

Wie geht‘s eigentlich auf der Faßstraße gerade voran? Das ist das ungeliebte Lieblingsthema der Hörder – seit Monaten. Kaum ein Gespräch, in dem der Name der Straße nicht fällt. Der Verkehrsversuch läuft ungerührt weiter. Begleitet von mehreren Baustellen. Ein Überblick.

HÖRDE

, 14.07.2016, 16:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verkehrsversuch: So geht es an der Faßstraße weiter

Mal wieder einspurig, mal wieder Stau: An der Faßstraße gibt es auf Höhe der Alfred-Trappen-Straße einen Engpass.

Bis zum 12. August (Freitag) ist die rechte Fahrspur der Faßstraße in Fahrtrichtung Hörde vor der Einmündung Alfred-Trappen-Straße gesperrt. Dort wird an einer Versorgungsleitung gearbeitet, die mit der Baustelle für den neuen Elektronik-Fachmarkt zusammenhängt. Der Verkehr wird an der Baustelle vorbeigeführt.

Wie die Stadt Dortmund mitteilt, ist die Zufahrt für Anlieger weiter frei. Damit wandert die Baustelle einige Meter weiter und verringert damit ein Problem, das in den vergangenen Tagen akut war. Denn die Zufahrt zur Alfred-Trappen-Straße war gesperrt – dies ist nun aufgehoben. „So werden Behinderungen auf den fließenden Verkehr erheblich vermindert“, heißt es in der Stadt-Mitteilung.

Rund vier Wochen

Die Arbeiten, die das DEW21-Tochterunternehmen Donetz durchführt, dauern rund vier Wochen. Nach Abschluss ist die Faßstraße an dieser Stelle wieder zweispurig befahrbar. Allerdings nur wenige hundert Meter, bis der Verkehrsversuch beginnt, bei dem die Autos versetzt auf einer Spur fahren.

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Die Stadt Dortmund hat im Juni eine erste Verkehrszählung vorgenommen, die Ergebnisse werden gerade ausgewertet. Nach der politischen Sommerpause könnte die Diskussion über die Ergebnisse im September starten. Mehrere Hörder berichten von kritischen Situationen, die sich an der einspurigen Stelle ergeben.

"Exakt sieben Fälle"

„Ich habe in den letzten Wochen exakt sieben Fälle erlebt, wo es beinahe zu Fahrzeugkollisionen gekommen wäre. Eine weitere Problemsituation betraf einen Fahrradfahrer, der beinahe angefahren worden wäre“, schreibt der Hörder Klaus Stehling in einem Brief, den er an die Stadverwaltung, Parteifraktionen und mehrere Hörder Akteure geschickt hat.

Darin macht er „als täglich unmittelbar Betroffener“ weitere Punkte deutlich, die auch in Gesprächen mit Bürgern, Geschäftsleuten oder Politikern immer wieder auftauchen.

  • Die Markierungen sind nicht eindeutig und schlecht sichtbar. Abschnittweise wird der Verkehr einspurig geführt und dann an der Ampel wieder nebeneinander stehend zu warten – gerade Ortsunkundige brauchen oft die gesamte Strecke, um sich zu orientieren.  
  • Auf den Strecken, die um Hörde herum führen, stellt Klaus Stehling zunehmenden Verkehr fest – im Speziellen auf den Straßen Overgünne und An der Goymark. „Ganz eindeutig drängt der Berufsverkehr über diese Ausweichmöglichkeiten in die Innenstadt“, so Stehling.

Weitere Großprojekte

Abseits all dieser Diskussionen gehen entlang der Straße weitere Großprojekte voran. Etwa die Arbeiten an der Sparkassenakademie, die im Moment im Hof an der ehemaligen Stiftsbrauerei sichtbar sind. Dort kämpft sich gerade schweres Gerät durch eine Betonschicht im Boden – zum Leidwesen des einzigen verbliebenen Mieters im benachbarten Stiftsforum, der Tanzschule Rimek.

Dort wird eine Versorgungsleitung für den Neubau gelegt. Die Stadt Dortmund bestätigt, dass noch ein Hausananschluss gelegt werden muss. Laut des Bauherrn sei aber nach jetzigem Stand kein Eingriff in die Fahrbahn notwendig. Durch die Bauarbeiten werde hauptsächlich der Gehweg beeinträchtigt. 

Der Verkehrsversuch, bei dem ein überbreiter Fahrstreifen auf rund 450 Metern die bisherige Mehrspurigkeit ersetzt, läuft seit Mitte Mai. Auf der Faßstraße gilt seitdem Tempo 30. Die Stadt Dortmund analysiert den Versuch mit Hilfe eines externen Ingeniurbüros.

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