Vermeintlicher Banküberfall: 13-Jähriger sorgt mit Softairwaffe für Polizei-Großeinsatz

Essener Polizei

Die Polizei ist am Donnerstag in Essen zum Großeinsatz ausgerückt: Der Verdächtige entpuppte sich als 13-Jähriger mit Druckluftwaffe. Deswegen gehören Replikate nicht in die Öffentlichkeit.

Essen

03.01.2020, 13:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vermeintlicher Banküberfall: 13-Jähriger sorgt mit Softairwaffe für Polizei-Großeinsatz

Vermeintlicher Banküberfall: Ein 13-Jähriger hat mit einer Softairwaffe am Donnerstag in Essen für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. © Dietmar Gabbert/zb/dpa

Ein 13-Jähriger mit einer Softairwaffe hat am Donnerstag in Essen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Zeugen hatten zuvor beim Notruf gemeldet, dass ein etwa 20-Jähriger mit Baseball-Kappe und schwarzer Pistole auf dem Weg zu einer Bank sei.

Polizei macht Verdächtigen „dingfest“

Daraufhin machten sich mehrere Streifenwagen, ein Diensthundeführer und Beamte einer Hundertschaft auf den Weg in den Stadtteil Heisingen, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Aber nicht beim Gang in die Bank, sondern als der Unbekannte in einen Linienbus einstieg, griffen die Beamten am frühen Donnerstagabend zu und machten den vermeintlichen „Mann“ dingfest. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich um einen 13-jährigen Jungen handelte, der mit einer Softair-Pistole in der Öffentlichkeit gefuchtelt hatte.

Beamte stellen Waffe sicher

Die Polizisten brachten das Kind zu seinen Eltern und schrieben eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige. Die Druckluftwaffe stellten die Beamten sicher.

Appell: Replikate gehören nicht in die Öffentlichkeit

Der Appell der Essener Polizei lautet ausdrücklich, dass es für Spielzeug- und Softair-Pistolen keinen Platz in der Öffentlichkeit gibt. Diese nachgebauten Replikate sehen originalen Schusswaffen täuschend ähnlich und führen nicht nur bei den Bürgern zur Besorgnis, so ein Polizeisprecher am Freitag, sondern auch zu Großeinsätzen der Polizei.

dpa/iri

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