Verschmutzung durch Gartenabfälle

Berghofer Wald

BERGHOFER MARK Alles grünt so grün – und daher können Gartenabfälle ja auch ruhig in den nahe gelegenen Wald geworfen werden. Eine weit verbreitete Meinung, die bei Forstbetrieben, Landschaftsbehörde und Abfallwirtschaftsbehörde nicht gut ankommt.

von Von Jörg Bauerfeld

, 10.07.2010, 11:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verschmutzung durch Gartenabfälle

Ein Parkplatz an der B236. Zugemüllt mit Baumschnitt. Hier soll bald stärker kontrolliert werden.

„Die Menschen wissen gar nicht, was sie dem Wald damit antun“. Ein Paradebeispiel für illegale Gartenabfallentsorgung gibt es dann auf einem kleinen Rundgang durch den Berghofer Wald. In der Berghofer Mark, genauer gesagt im Bereich des Maulwurfweges, einer Anliegerstraße genau am Waldrand, befindet sich eine riesige „Naturmüllkippe“. Trampelpfade führen ins Unterholz und nur wenige Meter weiter warten die ersten „Naturabfallhaufen“. Eine abgeschnittene Yuka-Palme liegt zwischen jeder Menge Rasenschnitt. Daneben Kirschlorbeer und Äste einer Birke. Ist dieser Anblick schon ziemlich wüst, stellen sich einem einige hundert Meter weiter die Nackenhaare zu Berge.

„Hier haben Anwohner einen alten Bachlauf im Laufe der Zeit mit Gartenabfällen regelrecht zugeschüttet“, so Sebastian Vetter – da hört für ihn der Spaß endgültig auf. „Wir werden diese Sache in Zukunft stärker verfolgen.“ Der Blick auf eine alte Buche zeigt auch warum: Der Baum sieht krank aus. Der Bereich, aus dem der Baumriese sonst seine Nahrung bezogen hat, ist zugedeckt mit Gartenabfall. Er erstickt förmlich das Wurzelwerk.

Das Problem bei den „Umweltverschmutzern“, wie Ute Burmann von der unteren Landschaftsbehörde die „Waldvermüller“ nennt, ist, „dass man sie meistens auf frischer Tat erwischen muss. Eine Rückverfolgung ist schwierig.“ Manchmal machen es einem die Gartenbesitzer aber auch einfach. Verräterische Gartentörchen zum Wald hin, zeugen oft von einer illegalen Abfallentsorgung.

Oder derjenige, der den Schnitt seiner Kirschlorbeer-Hecke nur wenige Meter weiter im Wald entsorgt hat, und so brauchbare Indizien für Umweltamt und Forstbetrieb liefert. „Es muss einfach in den Kopf der Leute, dass die Entsorgung von Gartenabfällen illegal ist und teuer werden kann“, so Vetter.

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