Verteidigungsministerium prüft Anschaffung weiterer Radpanzer

Rüstungspolitik

Strenge Exportrichtlinien und Sparzwänge bei der Bundeswehr bereiten der deutschen Rüstungsindustrie Probleme. Jetzt könnte es Entlastung geben. Zwei Unternehmen winkt ein größeres Panzergeschäft.

Berlin

04.11.2014, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bundesregierung will 131 zusätzliche Radpanzer des Typs "Boxer" anschaffen.

Die Bundesregierung will 131 zusätzliche Radpanzer des Typs "Boxer" anschaffen.

Noch Mitte August hatte der Parlamentarische Staatssekretär Markus Grübel die Anschaffung zusätzlicher „Boxer“ ausgeschlossen. Dies würde eine Korrektur der Leitlinien zur Neuausrichtung der Bundeswehr bedeuten, schrieb er damals in einem Brief an den Verteidigungsausschuss des Bundestags. „Weder die Beschaffung von zusätzlichen GTK BOXER noch eine Erhöhung der Aufwendungen für den Betrieb sind in der derzeitigen Finanzplanung abbildbar.“  Die massiven Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr wurden erst danach bekannt. Die Koalitionsfraktionen beantragten daraufhin Mitte Oktober im Verteidigungsausschuss eine Aufstockung der „Boxer“-Stückzahl und begründeten dies unter anderem mit der Veränderung der weltweiten Sicherheitslage.  Kritik an den Überlegungen kommt von der Opposition. „Die Regierungskoalition beantragt im Verteidigungsausschuss Panzer, obwohl es dafür offensichtlich noch gar keine konzeptionell hergeleitete Grundlage gibt“, erklärte der Grünen-Haushaltsexperte Tobias Lindner.