Verwandt mit Pfifferling: Leistling ist Pilz des Jahres

Ein unscheinbarer Verwandter des Pfifferlings ist der Pilz des Jahres 2012: der essbare Graue Leistling (Cantharellus cinereus). In geringen Mengen dürfen ihn Pilzgourmets sammeln.

Bad Wildungen (dpa)

28.11.2011, 18:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ziemlich unscheinbar: Der Graue Leistling ist mit dem Pfifferling verwandt. (Bild: Marco Gebert)

Ziemlich unscheinbar: Der Graue Leistling ist mit dem Pfifferling verwandt. (Bild: Marco Gebert)

Der Graue Leistling sieht aus wie ein Pfifferling in Tarnfarben. Der trichterförmige Hut ist graubraun, darunter befinden sich graue Leisten und ein brauner Stiel. «In Deutschland kann der Graue Leistling in jedem Bundesland gefunden werden. Die Art ist nicht selten unter Rotbuchen», sagte der bisherige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, Prof. Ewald Langer.

Alle sechs in Deutschland wachsenden Pfifferlingsarten sind mit der Bundesartenschutzverordnung geschützt, auch der beliebte gelbe Eierschwamm. «Allerdings hat der Gesetzgeber eine Ausnahmeregelung erlassen, die es dem Pilzgourmet erlaubt, Pfifferlingsarten in geringen Mengen für den eigenen Bedarf in der Natur zu sammeln», erklärte Langer.

Das kommerzielle Sammeln für Restaurants oder den Handel ist verboten. Pfifferlinge, die auf dem Markt angeboten werden, stammen deshalb hauptsächlich aus den baltischen Staaten, Russland, dem Balkan oder Frankreich.

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