Verwirrung um ein Wackeltier auf dem Spielplatz

Kleingartenanlage

Es wackelt ein Tier weniger in der Kleingartenanlage Höntrop. Auf dem Spielplatz wurde ein Wackeltier kurzfristig abgebaut. Grund dafür war das Sicherheitsrisiko für Kinder, wenn sie auf dem Spielgerät spielen. Der Sitz hätte repariert werden müssen. Und das hätte Geld gekostet. Jetzt sorgt der Fall für Ärger.

HÖNTROP

, 18.04.2014, 07:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verwirrung um ein Wackeltier auf dem Spielplatz

Ein abgebautes Wackeltier auf dem Spielplatz der Kleingartenanlage in Höntrop sorgt derzeit für Ärger und Verwirrung.

Das Bochumer Unternehmen überprüft für den Stadtverband der Kleingärtner, ob die Geräte verkehrssicher sind. Beim Wackeltier in Höntrop war das nicht der Fall. Konkret ging es dabei um den Sitz der Wippe, der aus Sicht von Maria Otteloh hätte repariert werden können. Der finanzielle Aufwand hätte sich nach ihrer Einschätzung auf 450 bis 750 Euro belaufen. Die einzige Alternative zu der Reparatur war nach Aussage Maria Ottelohs die Demontage des Spielgeräts. „Der Stadtverand hatte sich bereit erklärt, einen Großteil der Kosten zu übernehmen“, sagte sie im Gespräch mit dieser Redaktion. Für den Kleingartenverein Höntrop hätte es im Umkehrschluss bedeutet, dass er einen kleinen Teil der Summe hätte tragen müssen. „Der gute Will des Vereins fehlte jedoch“, so Maria Otteloh. Deshalb habe die Emkes GmbH kurzfristig beschlossen, das Spielgerät abzubauen.

Für den Höntroper Vereinsvorsitzenden geht es aber um eine generelle Linie. Im Gespräch mit dieser Zeitung beklagte er, dass die öffentlichen Spielplätze in den Kleingartenanlagen zu wenig gepflegt würden. „Der Sand in unserer Anlage ist 2006 zum letzten Mal gereinigt worden.“ In der Folgezeit hätte es „immer wieder Versprechen“ gegeben, sich um den Platz zu kümmern. Passiert sei jedoch nichts. Wolf beteuert zugleich, dass er keinen „Ärger machen will.“ Der scheint aber programmiert zu sein. Rolf Schaefers vom Stadtverband der Kleingärtner machte im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich, dass es insgesamt 80 Kleingartenanlagen mit 40 bis 45 Spielplätzen gebe. Da sei die Reparatur von Spielgeräten bzw. die Neuanschaffung auch eine Frage der Finanzen. Die Stadtverwaltung sah sich zumindest im konkreten Höntroper Fall nicht in der Pflicht. Sie verwies auf die Zuständigkeit des Stadverbandes. Für die Kinder bleibt hingegen die traurige Gewissheit, dass sie ein Spielgerät weniger haben. 

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