Verzwickte Lage in "Ein Augenblick Liebe"

Neu im Kino

François Cluzet („Ziemlich beste Freunde“) gibt den erfolgreichen Rechtsanwalt Pierre, Sophie Marceau die nicht minder erfolgreiche Schriftstellerin Elsa. Ein Paar wie geschaffen füreinander. Im ersten Moment.

07.08.2014, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Prost auf die Liebe: François Cluzet und Sophie Marceau kommen sich sehr nahe.

Ein Prost auf die Liebe: François Cluzet und Sophie Marceau kommen sich sehr nahe.

Die Ausgangssituation des Films „Ein Augenblick Liebe“ ist zu verzwickt für ein naives Happy-End. Lisa Azuelo („LOL – Laughing out loud“) hat es sich damit als Drehbuchautorin, Regisseurin und Darstellerin (sie spielt Pierres Gattin) nicht leicht gemacht. Der moralische Zeigefinger ist zwar schnell gezückt, die Erwartungshaltung der Zuschauer aber auch bald irritiert. Für wen will man hier Partei ergreifen? Für die sympathische Frau einer gefährdeten Ehe oder für einen nicht minder sympathischen Mann, der mit 40 noch einmal so richtig verknallt ist.

Eine zufällige Begegnung, ein heftiger Flirt, ein „Augenblick Liebe“. Weitere zufällige Treffen vertiefen das flüchtige Verhältnis zwischen Pierre und Elsa zu einer Herzensangelegenheit. Songs der amerikanischen und französischen Charts kommentieren das drohende Dilemma. Nur ganz allmählich verlässt Azuelo das Spielfeld der romantischen Komödie. Nervöse Spannung macht sich breit. Führe sie nicht in Versuchung! Doch die lässt sich so einfach nicht abschütteln  – zumal Cluzet und Marceau sich und das Publikum mit prickelndem Charme bezirzen. Bis zur letzten Szene, in der die selbst gestellte Falle zuzuschnappen droht.

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