VfL AstroStars mit starkem Endspurt

Basketball

Dank eines beachtlichen Endspurts rissen die VfL AstroStars das lange vom luxemburgischen Rekordmeister Etella Ettelbruck bestimmte Testspiel noch aus dem Feuer.

BOCHUM

von Ralf Rudzynski

, 07.09.2014, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
VfL AstroStars mit starkem Endspurt

Felix Engel zeigte im Derby gegen die Citybaskets aus Recklinghausen eine starke Leistung.

250 Zuschauer sahen bei der offiziellen Saisoneröffnung schließlich einen etwas zu deutlichen 93:85-Erfolg der Bochumer.

VfL AstroStars - Ettelbruck

93:85 (21:23, 23:28, 21:19, 28:15)

Die ersten Akzente setzen die Hausherren, bei denen Felix Wenningkamp bis zum 13:9 drei Dreier setzte. Dann allerdings meldeten sich die Gäste immer häufiger zu Wort. Die Luxemburger übernahmen bald die Führung, gewannen das erste Viertel noch mit 23:21 und zogen bis zur Pause sogar auf 51:44 weg.

"In der ersten Halbzeit haben wir zu viele einfache Punkte zugelassen", missfiel VfL-Coach Kai Schulze das Defensiv-Verhalten. Auch Team-Manager Hans-Peter Diehr stellte klar: "51 Punkte in einer Halbzeit darf man nicht kassieren. Immerhin haben wir in der zweiten Hälfte die Verteidigung gesehen, wie man sie in der ProB braucht."

Die Führung behauptete dennoch lange Ettelbruck. In der 16. Minute hatten sie einen Elf-Punkte-Vorsprung (43:32), kurz vor dem Ende des dritten Abschnitts waren es immerhin noch neun Points (70:61). Mehrfach hatten die AstroStars verkürzt, doch Etella hatte weitgehend immer eine passende Antwort parat.

Sehr unglücklich begann das letzte Viertel. Gastspieler Ilko Nanev verursachte gleich drei Freiwürfe, die alle durch die Reuse fielen. Nun stand es 65:73, kurz darauf sogar 67:76. Dann allerdings läutete David Feldmann mit einem mutigen Drei-Punkte-Wurf die Aufholjagd ein. Auch der neben Jimmy Sherbune starke Felix Engel traf "frei Drei".

Disziplinlosigkeiten Nach 35:18-Minuten war es schließlich soweit: Der selbstbewusst auftretende Lukas Mersch sorgte per Freiwurf zum 79:78 für die erste VfL-Führung seit dem 13:9. Mit einem tollen Solo durch die Deckung legte Mersch zum 81:78 nach. Durch den Führungswechsel hatten die AstroStars einerseits Oberwasser, andererseits lagen bei Ettelbruck die Nerven nun blank. Ein unsportliches Foul, ein Foul und ein technisches Foul gegen den überdies aus der Halle verwiesenen Gäste-Trainer sorgten zum 87:80 für die Vorentscheidung.

 "Mit der zweiten Halbzeit bin ich vollkommen zufrieden", erklärte Kai Schulze, der neben den Disziplinlosigkeiten der Gäste auch anführte, dass "ihnen in der Offensive zuletzt nicht mehr viel eingefallen ist". Den Stellenwert des Sieges hob der Coach, der mit Haucke, Howard, Sherburne, Engel und Wenningkamp seine besten Fünf ins letzte Viertel geschickt hatte, ebenfalls hervor: "Heute wollte ich gewinnen."

VfL AstroStars Bochum: Sherburne (21/3), Engel (17/2), Wenningkamp (15/3), Howard (12), Mersch (10/1), Haucke (7), Feldmann (5/1), Jasinski (3), Bals (2), Nanev (1), Schörner, Rupprecht.