VfL-Chef Villis: Keine Trainerdiskussion

Nach Sieg über Aue

Das Ergebnis gegen Erzgebirge Aue, die kämpferisch tadelfreie Einstellung und letztendlich auch die nunmehr sechs Punkte Vorsprung auf die ebenfalls abstiegsbedrohten Mannschaften von Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld lassen den VfL wieder mit mehr Zuversicht in die nahe Zukunft blicken.

BOCHUM

31.03.2014, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
VfL-Chef Villis: Keine Trainerdiskussion

VfL-Aufsichtsrats-Chef Hans-Peter Villis erklärte im Interview, wie sich der Zweitligist zukünftig aufstellen möchte.

Dabei geht es intern selbstredend schon um die Aufarbeitung der noch laufenden Saison und die Planungen für die bevorstehende Spielzeit 2014/15, in der sich die Bochumer weiterhin als Zweitligist sehen. "Wir sind gerade dabei, dies alles innerhalb der gesamten Vereinsführung zu diskutieren - in alle Richtungen und auf allen Ebenen", sagt Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Peter Villis im Gespräch mit dieser Zeitung. Vills widersprach dabei aber Spekulationen, dass im Mittelpunkt dieser Diskussionen Cheftrainer Peter Neururer und ein vorzeitigtes Ende seiner Tätigkeit in Bochum stehen könnten. "Peter Neururer hat einen Vertrag bis 2015, es gibt hier keine konzentrierte Diskussion über den Trainer," stellte der Aufsichtsrats-Boss noch einmal klar.

Bereits in den Tagen vor dem Aue-Spiel gab es Spekulationen darüber, dass Neururer im Fall einer weiteren Heimniederlage von seinen Aufgaben entbunden werden könnte. Anhaltspunkte waren aber nicht etwa Aussagen aus der Vereinsführung, sondern lediglich die Vorgeschichte der vergangenen Saison. In der Spielzeit 2012/13 verloren nämlich Andreas Bergmann und Karsten Neitzel nach deutlichen Niederlagen gegen Erzgebirge Aue ihren Trainerjob beim VfL Bochum.Nervige Spekulationen

Peter Neururer selbst - ausgestattet mit reichlich Erfahrung in dem Job - ging äußerlich gelassen mit der Thematik um, aber an der einen oder anderen Aussage war zu erkennen, dass ihn die Spekulationen mächtig nervten. Deshalb wird Neururer den Sätzen von Patrick Fabian wohl zustimmen, der nach dem Sieg über Aue sagte: "Es war von der Leidenschaft her das absolut richtige Signal. Wir alle leben den VfL." Das hatten auch die Fans auf den Tribünen mitbekommen, die ihrer Mannschaft ein ordentliches Zeugnis ausstellten: "Ihr habt gekämpft, wir haben es gesehen!"

Die Hoffnung im Bochumer Lager ist größer geworden, dass dem "Heimfluch" mit dem Sieg über Aue ein Ende gesetzt wurde. Nicht ohne Grund sprach Peter Neururer von entsprechender Vorfreude auf die noch ausstehenden Heimspiele. Die Gegner heißen Energie Cottbus, Arminia Bielefeld und am letzten Spieltag Karlsruher SC. Zwei weitere Siege - und damit 39 Punkte - sollten ausreichen, um zum dritten Mal in Serie dem Abstieg zu entgehen. Damit sich dieses Szenario jedoch nicht endlos wiederholt, sind Gespräche notwendig - nicht über, sondern mit dem Trainer.

 

 

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