VfL zeigt Charakter und Leidenschaft

Image wandelt sich

Was den neuen VfL Bochum auszeichnet, beschrieb Trainer Peter Neururer am Tag nach dem 1:1 gegen Union Berlin wie folgt: "In der vergangenen Saison hätten wir nach dem Rückstand unsere Probleme gehabt. Diesmal sind wir aufgestanden." Und das geschah in beeindruckender Weise.

BOCHUM

26.08.2014, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
VfL zeigt Charakter und Leidenschaft

Mittelfeldspieler Yusuke Tasaka (links) war im Heimspiel gegen Union Berlin bester Mann auf dem Platz.

Durchgang eins hatte Neururer nicht so gut gefallen. "Die ersten fünf Minuten nach dem Anpfiff waren okay und die letzten fünf Minuten vor der Pause auch. In den 35 Minuten, die dazwischen lagen, war uns Berlin allerdings überlegen."

Das Tor für die Gäste hätte dennoch nicht fallen dürfen, so Bochums Trainer, "das war ein Fehler, den wir uns im nächsten Spiel bei Eintracht Braunschweig nicht mehr erlauben sollten." Aber, wie schon eingangs gesagt: Die Union-Führung legte Bochums Spielbetrieb nicht lahm, sie forderte die Gastgeber vielmehr heraus, bis zum Abpfiff nicht nur auf den Ausgleich, sondern auch noch auf den Sieg zu spielen.

Guter Teamspirit

Der wäre auch möglich gewesen, wenn Marco Terrazzino abgeklärter seine große Chance nach gut 70 Minuten genutzt hätte. Der Neuzugang wollte ob der vergebenen Möglichkeit am liebsten in den Boden versinken, doch Danny Latza war schnell zur Stelle und munterte den Teamkollegen auf, es sofort noch einmal zu versuchen. "Dieses Verhalten ist auch exemplarisch dafür, wie hier eine Mannschaft zusammenwächst", freute sich Neururer über den Teamspirit. "Das ist gelebter Zusammenhalt. Und das gilt auch für unsere Fans. Mit dieser Unterstützung macht es der Mannschaft großen Spaß, hier Fußball zu spielen."

Nicht selbstzufrieden

Auch Kapitän Andreas Luthe sieht noch eine Menge Potenzial in der Mannschaft. "Wir haben Charakter und Leidenschaft gezeigt und damit wieder viele Fans auf unsere Seite gezogen. Es freut mich besonders, dass keiner in der Mannschaft satt ist." Obwohl seit vier Pflichtspielen ungeschlagen, sind die VfL-Kicker von Selbstzufriedenheit weit entfernt. Das gilt auch für Torjäger Simon Terodde, der nach seinem vierten Saisontor ankündigte: "Jetzt wollen wir versuchen, das nächste Spiel zu gewinnen. Wir haben in dieser Saison ja schon gezeigt, dass wir auch auswärts etwas holen können."

Das ist mutig ausgesprochen, immerhin handelt es sich beim nächsten Gegner um Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig. Peter Neururer bleibt da vorsichtiger: "In diesem Spiel werden wir mal sehen, wie wir mit Druck umgehen können. Denn den werden die Braunschweiger ganz sicher auf uns ausüben."

 

 

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