Viele Kranke warten zu lang auf ein neues Organ

Tag der Organspende

WITTEN Samstag ist der Tag der Organspende. Die Wittener Gemeinschafts-Praxis Koch, Luhrenberg, Höhmann-Riese und Rauh betreut viele Dialysepatienten, die auf eine Spenderniere warten. Samstagmorgen möchten die Ärzte mit einem Infostand für die Organspende werben.

von Ruhr Nachrichten

, 05.06.2009, 12:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sieht der Organspendeausweis aus.

So sieht der Organspendeausweis aus.

Sie führen ein Leben voller Angst und Ungewissheit, denn es werden etwa viermal mehr Organe benötigt, als zur Verfügung stehen. Von den rund 14 000 Menschen, die bundesweit auf ein Spenderorgan warten, sterben täglich bis zu drei. Die Wittener Gemeinschaftspraxis wirbt darum auch Samstag wieder von 10 bis 13 Uhr mit einem Infostand an der Bahnhofstraße für mehr Spendenbereitschaft.  

Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ist im Jahr 2008 die Zahl der Organspenden im Vergleich zum Vorjahr um knapp 9 Prozent zurückgegangen. Um so erfreulicher bewerten die Wittener Ärzte den im Vergleich zu anderen Bundesländern aktuell positive Spendertrend in NRW. Im Gegensatz zu anderen Ländern, gilt in Deutschland eine ausdrückliche Zustimmungslösung. Es kommen also nur solche Menschen als Organspender in Frage, die zu Lebzeiten einer Organentnahme zugestimmt haben. Diese Zustimmung muss in einem Organspendeausweis schriftlich dokumentiert sein. Nur zwölf Prozent der Deutschen sind im Besitz eines solchen Dokuments.