Viele Wittener scheuten den Urnengang

Europawahl

WITTEN An der hohen Wahlbeteiligung kann es nicht gelegen haben. „Wahrscheinlich war‘s der lange Stimmzettel“, scherzte Stadtpressesprecher Jochen Kompernaß darüber, dass die Stimmenauszählung sich am Abend verzögerte. Tatsächlich ist die Wahlbeteiligung gegenüber der Europawahl 2004 erneut gesunken, auf 41,2 Prozent.

von Von Lisa Timm

, 07.06.2009, 20:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Familie Rienäcker geht in der Dorfschule zur Wahl. Unter den kritschen Augen von Hannah, Carina und Ben wirft Mutter Ivonne ihren Stimmzettel in die Urne. Wahlhelferin Dagmar Sakowitz waltet ihres Amtes.

Familie Rienäcker geht in der Dorfschule zur Wahl. Unter den kritschen Augen von Hannah, Carina und Ben wirft Mutter Ivonne ihren Stimmzettel in die Urne. Wahlhelferin Dagmar Sakowitz waltet ihres Amtes.

Birgit Legel-Wood von den Grünen zeigte sich mit dem Ergebnis der Wahl zufrieden. „Doch die Beteiligung war mies.“ Allerdings wollte sie das gute „grüne Abschneiden“ mit 15,9 Prozent nicht auf die Kommunalwahl hochrechnen. Harald Ertel (FDP) findet es generell bedauerlich, dass die Wahl für die stärkste Wirtschaftsmacht so geringen Anteil findet. „In Brüssel werden 80 Prozent aller Gesetze für die EU vorgegeben.“ Er war jedoch sehr zufrieden über den satten Stimmen-Zuwachs seiner Partei von 7,6 Prozent im Jahr 2004 auf 9,3 Prozent in diesem Jahr. Dennoch hat die FDP in ihrer Sitzung am Freitagabend für die Kommunalwahl keinen eigenen Kandidaten aufgestellt. „Durch die Änderung des Kommunalwahlgesetzes, wonach es nur einen Wahlgang gibt, sehen wir für uns keine Chance.“