Vielversprechender Autakt für Bürgerbegehren

Gerberviertel

Die Gegner der Ansiedlung eines Lebensmittel-Vollsortimenters im Gerberviertel haben am Freitag begonnen, Unterschriften für ein entsprechendes Bürgerbegehren zu sammeln. Mit Erfolg: "Rund 400 kamen beim Auftakt zusammen", schätzt Gerald Thorlümke vom Bürgerkreis Herbede.

HERBEDE

von Von Lisa Timm

, 13.04.2012, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Georg Dessel (r.) unterschreibt gerne das Bürgerbegehren. Gerald Thorlümke (l.) schätzt, am ersten Tag schon 400 Unterschriften gesammelt zu haben.

Georg Dessel (r.) unterschreibt gerne das Bürgerbegehren. Gerald Thorlümke (l.) schätzt, am ersten Tag schon 400 Unterschriften gesammelt zu haben.

Und man merkt am Info-Stand vor der Sparkasse, dass die Fronten in Herbede verhärtet sind. Es fallen bissige Bemerkungen von Gegnern des Bürgerbegehrens. „Dabei sind wir alles andere als Verhinderer einer vernünftigen Ortskern-Entwicklung, wie man uns vorwirft“, verteidigt Heiner Knährich vom Heimatverein seine Position. Im Gegenteil: Eine Erweiterung des Netto-Marktes an der Rauterstraße fände die volle Unterstützung von Knährich und seinen Mitstreitern. Wobei Thorlümke orakelte, dass es offenbar dazu berechtigte Hoffnungen gebe.

Verhinderer einer Ortskern-Entwicklung seien vielmehr Stadt und Verwaltung, so Thorlümke. Durch gezielte Fehlinformation sei gestreut worden, dass Edeka an der Meesmannstraße schließen werde. „Das stimmt aber nicht“, sagt Edith Winkelmann. Sie wirft den Parteien vor, diesen Umstand nicht deutlich genug in die Öffentlichkeit gebracht zu haben. „Hier wird bei den Leuten Angst erzeugt, dass die Nahversorgung wegbricht.“ Derweil kommen Befürworter des Bürgerbegehrens zur Unterschriften-Abgabe an den Stand. Paul Paiker aus Heven: „Die Meesmanstraße ist für mich als Einkaufsort ideal.“Gerald Thorlümke mahnte zudem Weitsicht für die Vormholzer Infrastruktur an. „Dort gibt es keine fußläufige Nahversorgung. Sollte der Vollsortimenter hier gebaut werden, sind alle Pläne für eine Weiterentwicklung in Vormholz vom Tisch.“