Vierdimensionale Ultraschalltechnik liefert viel bessere Bilder

St.-Josefs-Hospital

1974 saß Christoph Hemcke als Kind zum ersten Mal vor einem Schwarzweiß-Fernseher. 1995 absolvierte der junge Mediziner seinen ersten Ultraschall. Auch in Schwarz-Weiß – und absolut unscharf. Seit zwei Wochen sieht er Babys live und in Farbe.

HÖRDE

von Von Peter Bandermann

, 08.01.2011, 09:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gut zu erkennen: Das Baby im Bauch ballt die kleine Hand zu einer Faust. Der 4D-Ultraschall liefert scharfe Bilder in Farbe auf den Monitor.

Gut zu erkennen: Das Baby im Bauch ballt die kleine Hand zu einer Faust. Der 4D-Ultraschall liefert scharfe Bilder in Farbe auf den Monitor.

Schneller und präziser als mit der alten Technik können die zehn Ärzte der Klinik für Geburtshilfe und Frauenheilkunde jetzt auch Tumoren erkennen. "Krankhafte Veränderungen der weiblichen Organe können wir sehr viel besser beurteilen und insbesondere die räumliche Ausdehnung von Tumoren präzise diagnostisch erfassen." Zwei technische Komponenten erzielen den Fortschritt in der Ultraschalltechnik: Die von 128 auf 9000 Kristalle "aufgerüstete" Sonde, die auf einer glitschigen Gelschicht über den Bauch gleitet und den Schall aussendet, und der an den Schallkopf angeschlossene und mit 350 Millionen Rechenschritten pro Sekunde ausgestattete Rechner. Der Computer setzt die über den Ultraschall gesammelten Daten zu einem Livebild zusammen. "Das ist perfekt", schwärmt der Chefarzt über die 100.000-Euro-Investition, die auch Kinga Franik (31) ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Das Baby in ihrem Bauch ist ein Mädchen, das offenbar bereits emanzipiert geboren werden will.

Die Kleine ballt die Faust. Eindrucksvoll hält der Monitor diesen Augenblick fest. "Das ist doch sehr beeindruckend", sagt die junge Mutter, die vor fünf Jahren, als ihr Sohn geboren wurde, noch nicht so scharfe Bilder gesehen hat. Vorteile erkennt auch Josefs-Geschäftsführer Clemens Galuschka. "Wir bekommen zwar nicht mehr Geld von der Krankenkasse, aber das neue Gerät ist für unsere Patientinnen und Patienten gut." Topmoderne Medizintechnik sei zudem wichtig bei der Suche nach guten Ärzten.