Villis: "Profis sind der Motor"

Nach der JHV

Dass die roten Zahlen aus dem Geschäftsbericht nachhaltigen Eindruck bei den 611 stimmberechtigten Mitgliedern hinterließen, wurde am Montagabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung des VfL Bochum schnell offenkundig.

BOCHUM

von Uli Kienel

, 21.10.2014, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Villis: "Profis sind der Motor"

Christian Hochstätter und Wilken Engelbracht (v.l.) verantworten die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung beim VfL Bochum.

Der Aufsichtsratsvorsitzende machte deutlich, dass die zukünftige Entwicklung des Vereins maßgeblich von den Leistungen der Zweitliga-Mannschaft abhängig ist. „Unsere Profis sind der Motor“, sagte Villis. Die aktuelle Zweitliga-Saison ist der beste Beweis dafür. Nach vier Jahren Abwärtstrend mit drastischen wirtschaftlichen Folgen wird die aktuelle, positive sportliche Entwicklung des Neururer-Teams wieder mit großem Interesse verfolgt. Durchschnittlich 20 000 Zuschauer verfolgen zurzeit die Heimspiele.

In Bezug auf das Thema „Trennung von der Frauenfußballabteilung“ räumte Hans-Peter Villis eine gewisse Enttäuschung darüber ein, dass die Mitgliederversammlung nicht dem Vorschlag des Vorstands folgte. Der hatte angekündigt, die ursprünglich für das Saisonende geplante Trennung zurückzunehmen und eine Garantie abzugeben, die Abteilung bis 2016 weiter zu unterhalten. Dieser Beschluss wurde von der Mitgliederversammlung jedoch mit 270:203 Stimmen vorläufig ausgesetzt. Klarheit für die Zukunft der Abteilung gibt es damit nicht, auch wenn Vertreter aus der Politik am Montag dieses Votum der VfL-Mitglieder begrüßten. „Die Mitgliederentscheidung, den Frauenfußball dauerhaft im Verein zu integrieren und den Vorstand mit der Erstellung eines entsprechenden Konzeptes zu beauftragen, findet die Zustimmung der CDU-Fraktion“, erklärte Hans Henneke, sportpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. Ähnlich äußert sich auch Sven-Eric Ratajczak, Vertreter der LINKEN im Sportausschuss: „Das Votum der Mitglieder ist ein Zeichen dafür, dass die Mehrheit im Verein die Verantwortung annehmen will, die ein Verein dieser Größe hat. Aber die Entscheidung ist nur ein Etappensieg.“

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