Vitamin-B-Tabletten in der Krippenszene

11.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Vitamin-B-Tabletten in der Krippenszene

Hobby aus Leidenschaft: Manfred Lipienski baut und sammelt Weihnachtskrippen.

Dahlhausen Alle Jahre wieder öffnet das Ehepaar Lipienski in der Adventszeit seine Pforten, um Interessierten ihre stetig wachsende Krippensammlung zu zeigen.

Die diesjährige 14. Eröffnung der Bochumer Krippentage am Samstagnachmittag ließen sich Landtagspräsidentin Regina van Dinther, Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, Landtagsabgeordneter Thomas Eiskirch und Ratsmitglied Manfred Wittmann nicht entgehen.

"Die Kultur der Krippen ist weltumspannend", bemerkte die Landtagspräsidentin in ihrer Begrüßung. Davon konnten sich die geladenen Gäste vor Ort überzeugen, denn die Ausstellungsstücke stammen aus 50 verschiedenen Ländern.

OB Scholz dankte dem herzlichen Engagement des Ersten Bochumer Krippenvereins, während der erste Vorsitzende Manfred Lipienski sich mehr finanzielles Engagement durch Spenden wünscht: "Wir leiden Not." So fehlt zum Beispiel das Geld für rollstuhlgerechte Toiletten, einen Beamer oder größere Räumlichkeiten.

Über 200 Krippendarstellungen sind im privaten Museum zu sehen und das ist nur ein Teil der eigentlichen Sammlung der Lipienskis. Neu zu sehen ist in diesem Jahr eine Porzellankrippe von der Künstlerin G. G. Santiago. Gute Beziehungen in der Krippenszene waren nötig, um dieses Exponat aus dem vatikanischem Museum zu erwerben. "Es gelang uns durch einige Vitamin-B-Tabletten", schmunzelt Krippenbaumeister Lipienski, der zu jedem Ausstellungsstück eine Geschichte erzählen kann. Statt theologische Interpretationen gibt er bei seinen Führungen historische Erklärungen und persönliche Anekdoten zum Besten. kim

Führungen nach Anmeldung unter Tel. 0234 49 22 80. www.bochumer-krippenmuseum.de