Volksverhetzung, Bedrohung, Beleidigung: 50-Jähriger hält Polizei auf Trab

Einsatz in Borken

Nur eine Stunde brauchte ein 50-jähriger Mann am Mittwoch in Borken für eine Reihe von Straftaten: Sie reichen von Beleidigung bis Volksverhetzung. Die Polizei nahm in schließlich in Gewahrsam.

Borken

, 29.07.2021, 13:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit einem 50-jährigen Borkener bekam es am Donnerstag die Polizei zu tun: Er stand unter Alkohol fuhr trotzdem Auto, beleidigte und hängte volksverhetzende Plakate auf.

Mit einem 50-jährigen Borkener bekam es am Donnerstag die Polizei zu tun: Er stand unter Alkohol fuhr trotzdem Auto, beleidigte und hängte volksverhetzende Plakate auf. © picture alliance/dpa

Volksverhetzung, Bedrohung, Beleidigung – gerade einmal eine Stunde brauchte ein 50-jähriger Borkener für eine ganze Reihe von Straftaten. Wie die Polizei im Kreis Borken berichtet, hatte er zunächst am Mittwochabend gegen 17 Uhr Plakate mit volksverhetzenden, bedrohenden und beleidigenden Inhalten an die Scheibe einer Partei-Geschäftsstelle geklebt. Danach fuhr er im Auto davon. Ein Zeuge hatte die Tat beobachtet und die Polizei informiert.

Auch in einem Supermarkt hängte der Mann Flugblätter aus, auf denen das Coronavirus geleugnet und Kritik an der Maskenpflicht geäußert worden sei. In den darauf folgenden Streitgesprächen mit Passanten beleidigte der diese und bedrohte zudem einen Mitarbeiter des Marktes. Auch hier beobachteten ihn Zeugen, wie er im Auto davon fuhr.

50-Jähriger beleidigt auch Polizisten massiv

Polizeibeamte trafen den Verdächtigen schließlich kurze Zeit später zuhause an.

Ohne dass die Beamten überhaupt das Wort an ihn richten konnten, wurden sie durch den alkoholisierten Mann lautstark und massiv beleidigt.

„Eine Kommunikation mit ihm war nicht möglich“, schreibt die Polizei ihn ihrem Bericht. Die Beamten nahmen den Mann schließlich in Gewahrsam. Der 50-Jährige, der auch typische „Reichsbürger-Parolen“ von sich gegeben habe, bestritt mit dem Pkw gefahren zu sein.

Aufgrund der Zeugenaussagen wurden die Entnahmen von Blutproben angeordnet, um die exakte Blutalkoholkonzentration feststellen zu können. Dass der Borkener nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, fand ebenfalls Eingang in die Strafakte.

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