Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen: Starke Unwetter in Teilen von NRW

Unwetter

Mancherorts in NRW hat es im August noch gar nicht geregnet, anderswo dafür 70 Liter pro Quadratmeter und mehr. Meistens kam der Regen auf einmal, nicht selten mit Gewittern. Die kann es auch am Wochenende geben.

NRW

14.08.2020, 22:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
In einigen Teilen von NRW hat es bereits starke Unwetter gegeben. Auch am Wochenende sind vielerorts Gewitter möglich.

In einigen Teilen von NRW hat es bereits starke Unwetter gegeben. Auch am Wochenende sind vielerorts Gewitter möglich. © picture alliance/dpa

Nach teils schweren Unwettern in der Nacht zum Freitag kann es auch am Wochenende weitere Gewitter geben. Die große Hitze mit Temperaturen weit über 30 Grad ist in Nordrhein-Westfalen aber erstmal vorbei. Laut Deutschem Wetterdienst bleiben die Temperaturen am Samstag unter der 30-Grad-Marke. Dazu werden zahlreiche Schauer erwartet, auch Gewitter und Starkregen sind möglich.

Am Sonntag wird es laut DWD zunächst freundlicher und die Temperaturen steigen wieder auf bis zu 31 Grad. Im Tagesverlauf sind aber auch dann wieder Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Das Wetter am Montag bleibt unbeständig mit Schauern, die auch sehr kräftig ausfallen können. Mit bis zu 28 Grad bleibt es warm. Am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag hatten Unwetter in NRW zahlreiche Schäden verursacht. So schlug in Steinfurt ein Blitz in ein Haus ein und setzte es in Brand. Verletzt wurde niemand. Den Sachschaden schätzte die Polizei am Freitag auf 200 000 Euro. Insgesamt gab es im Kreis Steinfurt über 160 Unwetter-Einsätze, wie die Feuerwehr mitteilte.

In einigen Straßen stand das Wasser mehrere Zentimeter hoch

Meistens ging es um vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. In Grevenbroich im Rhein-Kreis Neuss gingen nach Feuerwehrangaben am Donnerstagnachmittag innerhalb einer Stunde über 220 Meldungen bei den Einsatzkräften ein. Zuvor waren laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bis zu 54 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. „In einigen Straßen stand das Wasser mehrere Zentimeter hoch“, erklärte der Einsatzleiter der Grevenbroicher Feuerwehr. Vor allem mit vollgelaufenen Kellern seien die Einsatzkräfte beschäftigt gewesen.

In Detmold (Kreis Lippe) meldete die Feuerwehr in der Nacht zum Freitag etwa 50 Einsätze wegen überfluteter Straßen, vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume. Ein Baum stürzte auf die Oberleitung einer Bahnstrecke zwischen Detmold und Lage und riss sie ab. Eine stundenlange Sperrung der Strecke war die Folge.

Jetzt lesen

Auch in Dortmund kam es zu starken Unwettern. „Aufgrund der starken Regenfälle kommt es in manchen Bereichen Dortmunds zu Überschwemmungen“, sagte Polizeisprecher Gunnar Wortmann am Abend. Mehrere Straßen wurden gesperrt, die Einsatzstellen lagen weit in der Stadt verteilt. Auch die umliegenden Autobahnen seien „in einigen Bereichen“ betroffen. Am stärksten getroffen sei laut Wortmann wohl die Emscherallee in Huckarde. Dort seien Autos regelrecht im Starkregen versunken gewesen.

dpa