Vom Sorgenkind zum liebenswerten Quartier

Hustadt

Fast zehn Jahre dauerte der Stadtumbau in der Hustadt. Entstanden ist ein Quartier mit Kiezcharakter. Nun fand die symbolische Eröffnung statt – gemeinsam mit dem umgebauten Quartiersbüro HuKultur.

BOCHUM

, 18.03.2015, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vom Sorgenkind zum liebenswerten Quartier

Die Beteiligten waren über die Fortschritte sehr erfreut.

„Es ist hier fast wie in Berlin. Menschen aus allen Kulturen, Jung und Alt leben hier freundlich zusammen“, erzählt Norbert Riffel, Geschäftsführer der VBW Bauen und Wohnen. Bürgermeisterin Gabriela Schäfer ist seit dreißig Jahren Ratsmitglied für das Quartier. „Hier musste wirklich dringend etwas getan werden“, berichtet sie.

Und so wurde in einer groß angelegten Baumaßnahme der Bereich vom Brunnenplatz bis zum Hufelandplatz umgestaltet. Die Plätze selbst, aber auch die Fußwegachse wurden der Renovierung unterzogen. Insgesamt zehn Millionen Euro steckten Stadt und Land in den Umbau.

Gelohnt hat es sich allemal: „Früher hatten wir hier mit extrem vielen Leerständen zu kämpfen“, berichtet Riffel. „Da das Quartier jetzt attraktiver geworden ist, kommen mehr Menschen her, die auch wirklich gerne hier wohnen wollen“, erzählt Schäfer. Denn nicht nur der öffentliche Raum, in den ein Großteil des Budgets floss, sondern auch viele der Wohnräume wurden saniert.

Gute Perspektive

„Das Quartier ist den Menschen ans Herz gewachsen“, so Schäfer. Jetzt müsse man nicht mehr in der Hustadt wohnen – man wolle es. „Auch viele Studenten-WGs haben sich in den letzten Jahren gebildet und bereichern das Leben“, so Riffel. Matthias Köllmann, der die HuKultur hauptverantwortlich leitet, hofft darauf, dass diese positiven Entwicklungen auch in Zukunft bestehen bleiben. Denn die Förderung endet eigentlich mit dem Abschluss der Umbaumaßnahmen. Aber bis 2017 wurden bereits weitere Gelder zugesagt. Vor allem die kleinen Projekte, wie der mobile Espressowagen, fanden bereits in der letzten Zeit finanzielle Unterstützung durch einen Bürgerpreis der Stadtwerke. Der Hukultur-Verein erwirtschaftet auch selbst Einnahmen durch Projekte und Dienstleistungen.

Die Zeichen stehen also gut, dass die Hustadt auch in Zukunft wohn- und lebenswert bleibt. Burkhard Huhn vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt resümiert: „Der Umbau beginnt ja erst, wenn wirklich Not am Mann ist. Deswegen hoffe ich, dass wir in diesem Quartier nie wieder tätig werden müssen.“

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