Von Bürgern für Bürger

22.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Nordkirchen. An einer Bushaltestelle ist immer ein Plan angebracht, an dem man sehen kann, wann der nächste Bus kommt. Wer also zu spät dran ist, muss manchmal kräftig rennen und hoffen, dass der Busfahrer noch so nett ist, kurz zu warten. Manchmal ist der Bus selbst auch ein bisschen spät dran. Dann muss er hoffen, dass er an einer anderen Stelle etwas Zeit sparen kann, weil zum Beispiel niemand an der Haltestelle wartet.

Wilhelm Nägeler hat als Fahrer des Bürgerbusses auch stetig die Uhr im Blick. Er weiß genau, an welchen Stellen er etwas schneller fahren und so Zeit sparen kann, damit er an anderer Stelle seine Fahrgäste nicht enttäuschen muss. Einem Fahrgast vor der Nase wegfahren, das möchte er nämlich auf jeden Fall vermeiden. Der Bürgerbus ist ein Bus, der von Bürgern der Gemeinde, wie Willi Nägeler, gefahren wird. Er soll Nordkirchener Bürgern, die kein Auto besitzen, dabei helfen, nach Nordkirchen, Südkirchen und Capelle zu kommen. Und das jeden Tag, außer am Wochenende. Weil Schüler bis 18 Jahre auch weniger Geld haben, zahlen sie auch nur die Hälfte von Erwachsenen. 0,50 Cent innerhalb der Gemeinde und einen Euro von und nach Selm.

Sabine Geschwinder