Von Fahnenmast erschlagen: Auszubildende stirbt am ersten Arbeitstag

Unfall

In Kiel ist eine Auszubildende der Stadt an ihrem ersten Arbeitstag ums Leben gekommen. Die Azubi-Gruppe hatte sich zum Gruppenfoto vor dem Rathaus versammelt, als ein Fahnenmast auf die 23-Jährige stürzte.

Kiel

03.08.2020, 20:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dem Weg zum Fototermin wurde eine junge Frau von einem umstürzenden Flaggenmast tödlich getroffen.

Auf dem Weg zum Fototermin wurde eine junge Frau von einem umstürzenden Flaggenmast tödlich getroffen. © picture alliance/dpa

An ihrem ersten Ausbildungstag ist auf dem Rathausplatz in Kiel (Schleswig-Holstein) eine 23-Jährige auf besonders tragische Weise ums Leben gekommen: Die städtische Auszubildende wollte sich am Montagvormittag gemeinsam mit 50 weiteren neuen Azubis für ein gemeinsames Foto auf den Rathausplatz stellen, wie die Stadt mitteilte. In diesem Moment sei am Rande des Platzes ein Lastwagen beim Rangieren gegen einen Fahnenmast gestoßen. Der Mast sei abgebrochen und auf die 23-Jährige gestürzt.

„Ich bin zutiefst erschüttert und geschockt“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Er war Zeuge des Unfalls. „Es gibt keine Worte für das Entsetzen über dieses tragische Geschehen. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen.“ Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die anderen Auszubildenden.

Die Polizei ermittelt die Ursache des Unglücks

Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten sollen die Auszubildenden auch in den kommenden Tagen von Seelsorgern betreut werden. Über ihren Start in die Arbeitswelt wird am Dienstag weiter entschieden, so die Stadt. Die Verwaltung sagte daraufhin alle Feierlichkeiten ab, Trauerbeflaggung wurde angeordnet.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Erste Zeugen wurden bereits befragt.

RND