Von Happy bis Hippie: 66. Berlinale sucht das Glück

Start am 11. Februar

Die Bären werden wieder vergeben: Die diesjährige Berline ist ein Wettbewerb voller Geschichten über die Suche nach dem Glück. Mitte Februar lockt die 66. Berlinale gleich eine ganze Reihe von Hollywood-Stars in die Hauptstadt - einer von ihnen sitzt sogar als Präsidentin in der Wettbewerbs-Jury.

BERLIN

von Von Patrick Wildermann

, 02.02.2016, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Von Happy bis Hippie: 66. Berlinale sucht das Glück

Berlinale-Chef Dieter Kosslick mit einer Sonnenbrille und einem Schal aus dem Fanartikel-Shop.

Die 66. Berlinale startet am 11. Februar mit einem Wettbewerb voller Geschichten über die Suche nach Glück. Die Deutschen sind dabei relativ schwach vertreten. Immerhin einen Coup hat Berlinale-Chef Dieter Kosslick schon im Vorfeld der Filmfestspiele gelandet: Die amerikanische Schauspielerin Meryl Streep, ewige Rekordhalterin in Sachen "Oscar"-Nominierungen, sitzt als Präsidentin der Jury vor, die über die Vergabe der Goldenen und Silbernen Bären zu befinden hat.

Es ist ihr erstes Jury-Amt überhaupt, freilich nicht ihr erster Besuch in Berlin. Kosslick erinnerte sich bei der Programm-Pressekonferenz gestern an eine Gala mit der Streep, auf der er ihr notfallmäßig "einen Blumenstrauß mittlerer Größe von der Tankstelle" überreichen musste. Da scheint es in Sachen Glamour also noch Luft nach oben zu geben.

Coen-Brüder zur Eröffnung

Was für den Wettbewerb nur bedingt gilt. Der eröffnet in diesem Jahr mit dem jüngsten Streich der Coen-Brüder, der Historienfilm-Satire "Hail, Caesar!", die zum Auftakt schon mal George Clooney und Tilda Swinton an die Spree führen wird. Auf der weiteren A-Promi-Liste finden sich Namen wie Kirsten Dunst, Isabelle Huppert, Jude Law, "Dr. House"-Star Hugh Laurie oder Emma Thompson. Und, um filmpatriotisch nicht zurückzustehen, auch Daniel Brühl oder Julia Jentsch.

Wenig deutsches Kino

Wobei es hinsichtlich der deutschen Beteiligung am Wettbewerb schon stärkere Jahre gab. Diesmal konkurrieren zwar einige Koproduktionen um den Bären - darunter die internationale Fallada-Adaption "Jeder stirbt für sich allein" oder das deutsch-französische Drama "L’avenir", "Die Zukunft".

Aber als rein deutscher Beitrag geht lediglich die vielversprechende Produktion "24 Wochen" von Regisseurin Anne Zohra Berrached ins Rennen. Darin erfährt ein Paar während der Schwangerschaft, dass ihr Kind wahrscheinlich schwer behindert auf die Welt kommen wird.

Das Recht auf Glück

"Das Recht auf Glück", sagt Kosslick, sei in diesem Jahr eine Art Motto des Wettbewerbs der Berlinale. Der wird Geschichten vom Erwachsenwerden erzählen (André Téchinés "Quand on a 17 ans"), von der Flucht (Gianfranco Rosis Lampedusa-Dokumentation "Fuocoammare"), von Hippie-Kommunen (Tomas Vinterbergs "Kollektivet"), kurzum, so der Berlinale-Chef "von Heimat, Selbstbestimmung, Leben und Überleben".Patrick Wildermann

 

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