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Vor 70 Jahren wurde Kriegsdenkmal in Aplerbeck abgerissen

APLERBECK Bis Ende März 1939 stand am Aplerbecker Marktplatz ein etwa acht Meter hohes Kriegerdenkmal. Es erinnerte an die Gefallenen der Gemeinde Aplerbeck aus den Kriegen von 1866 gegen Österreich und 1870/71 gegen Frankreich.

von Von Klaus Winter

, 07.04.2009
Vor 70 Jahren wurde Kriegsdenkmal in Aplerbeck abgerissen

Blick auf das Aplerbecker Amtshaus und das Kriegerdenkmal "Germania" um 1910: Das Denkmal stand damals etwa dort, wo sich heute die öffentliche Toilettenanlage befindet.

Zwei Jahre waren seit dem Krieg gegen Frankreich bereits vergangen, als der Aplerbecker Schützenverein dem Gemeinderat anbot, sich mit einer Spende in Höhe von 200 Talern an den Kosten für ein Siegesdenkmal in Aplerbeck zu beteiligen. Das sehr großzügige Angebot der Schützen veranlasste die Gemeindevertretung, die Aufstellung eines Denkmals nun voranzutreiben. Es sollten aber noch zwei weitere Jahre vergehen, bis man den geeigneten Bildhauer gefunden hatte. Bei diesem handelte es sich um A. Deutschmann aus Coburg, der zur Vorstellung seines Entwurfes im Frühjahr 1875 persönlich nach Aplerbeck gekommen war.

Deutschmann sollte das Denkmal bis Anfang September 1875 liefern. Die ihm für seine Arbeit somit zur Verfügung gestellte Zeit war damit sehr knapp bemessen. Das mussten selbst die Verantwortlichen in Aplerbeck eingestehen, als sie Anfang September vergeblich auf die Lieferung des Denkmals warteten. Tatsächlich stand das Denkmal - ein hoher Sockel auf Treppenstufen mit einer 1,70 m großen "Germania" - erst Mitte November 1875 in Coburg zum Transport nach Aplerbeck bereit. Das Denkmal wurde gegenüber dem Haus Aplerbecker Marktplatz 2 aufgestellt.Malerischer Hintergrund für das Denkmal

In den 1870er Jahren gab es den heutigen Marktplatz noch nicht. An seiner Stelle lag ein Teich, der einen malerischen Hintergrund für das Denkmal bildete. Doch der Teich verkam zur Kloake und wurde schließlich in den 1920er Jahren zugeschüttet. Es entstand der Amtshausvorplatz, der Vorläufer des heutigen Marktplatzes. An seinem Rand wirkte das Denkmal recht verloren, weshalb in Erwägung gezogen wurde, es in die angrenzenden Grünanlagen zu versetzen. Doch dazu kam es nicht. Stattdessen wurde die "Germania" Ende März 1939 niedergelegt.

  • www.aplerbeck-damals.de