Vorerst keine Impfungen mit Astrazeneca und Moderna in Hausarztpraxen

Coronavirus

Laut Medienbericht starten Deutschlands Hausärzte einen Tag später als geplant mit der Corona-Impfkampagne. Zudem werde zu Beginn ausschließlich mit dem Vakzin von Biontech geimpft.

Berlin

25.03.2021, 06:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laut Medienbericht starten Deutschlands Hausärzte einen Tag später als geplant mit der Corona-Impfkampagne.

Laut Medienbericht starten Deutschlands Hausärzte einen Tag später als geplant mit der Corona-Impfkampagne. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Nach Medieninformationen beginnen die Impfungen gegen das Coronavirus in Hausarztpraxen erst einen Tag später als bisher geplant. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, wird der Start während der Osterzeit vom 6. auf den 7. April verschoben. Ein Grund dafür sei die komplizierte Logistik.

Bis zum 25. April werde zunächst ausschließlich mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer geimpft, nicht aber mit den Vakzinen von Moderna und Astrazeneca. Die „FAZ“ beruft sich dabei auf die Kassenärztliche Bundesvereinigung und das Bundesgesundheitsministerium. Gründe für die Einschränkungen hätten die Quellen nicht genannt.

Modernas Transportweg zu instabil?

Eine Stellungnahme von Astrazeneca habe die „FAZ“ ebenfalls nicht erhalten. Auch die Frage, warum das US-Unternehmen, anders als Biontech und Moderna, nicht in der sogenannten High-Level-Arbeitsgruppe „Impfen in Arztpraxen“ des Ministeriums vertreten ist, blieb zunächst unbeantwortet.

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Dass auch Moderna zunächst nicht in die Praxen kommt, liegt nach Informationen der „FAZ“ daran, dass der mRNA-Impfstoff auf dem Transportweg instabil und damit wirkungslos werden könnte.

Nur wenige Impfdosen stehen zur Verfügung

Die Hausärzte in Deutschland sollen unmittelbar nach Ostern routinemäßig in die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus einsteigen. Das bestätigte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Impfgipfel mit den Länderchefs am 19. März. Allerdings stehen in der ersten Woche dafür nur rund eine Million Dosen zur Verfügung, wie aus dem Beschlusspapier der Beratungen hervorgeht.

Zum Schutz vor mutierten Coronaviren aus Nachbarstaaten bekommen fünf Bundesländer zudem zusätzliche Impfdosen. Dies betrifft das Saarland und Rheinland-Pfalz wegen ihrer Grenze zu Frankreich sowie die an Tschechien angrenzenden Länder Bayern, Sachsen und Thüringen.

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