Vorteil durch zentrale Lage

SCHARNHORST Seit dem Jahreswechsel ist es vollzogen: Im Rahmen der landesweiten Polizei-Umstrukturierungen wurde die Zahl der Dortmunder Polizeiinspektionen von fünf auf drei reduziert.

von Von Philipp Piasetzki

, 11.01.2008, 15:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Der Ruf nach einem weiteren Streifenwagen für Scharnhorst hat bisher nicht gefruchtet. Aber die neue Einteilung der Polizeiinspektionen schafft veränderte Bedingungen.</p>

<p>Der Ruf nach einem weiteren Streifenwagen für Scharnhorst hat bisher nicht gefruchtet. Aber die neue Einteilung der Polizeiinspektionen schafft veränderte Bedingungen.</p>

Auf Einladung der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Scharnhorst erklärte Klaus Demuth, Leiter der Polizeiwache an der Gleiwitzstraße, am Donnerstagabend die Details.

"Als wir das erste Mal von der Umstrukturierung erfuhren, versicherte man uns gleichzeitig, dass dadurch keine negativen Auswirkungen für Scharnhorst zu erwarten seien. Wirklich vorstellen kann ich es mir jedoch nicht", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Udo Wortmeier.

Gerade im Bereich der Jugendkriminalität wären einschneidende Veränderungen in Scharnhorst natürlich von besonderer Bedeutung.

Einsparen von Schreibtischbeamten

Seit dem 1. Januar verfügt das Polizeipräsidium Dortmund (zu dem auch das Lüner Stadtgebiet zählt) nicht mehr über fünf, sondern nur noch über drei Polizeiinspektionen (PI). Der Stadtbezirk Scharnhorst, der bisher mit Lünen und Brambauer zur Polizeiinspektion 3 gehörte, wird dieser auch weiterhin angehören. Hinzu kommen darüber hinaus die Wachen aus Asseln, Körne und Aplerbeck aus der Inspektion 4. Die neue, größere PI 3 hat von nun an ihre Hauptwache in Lünen - zuständig für rund 270 000 Einwohner.

"Der Hintergrund der Umstrukturierung", erklärte Klaus Demuth, "ist die Einsparung von Schreibtischbeamten." Allein durch die Zusammenlegung der PI 3 und 4 habe die Polizei den Verwaltungsaufwand deutlich reduziert und fünf dieser Stellen eingespart. Diese Beamten könnten nun für andere Aufgaben eingesetzt werden, so der Wachleiter.

Wagen bei Bedarf konzentriert einsetzen

"Für Scharnhorst wird sich dabei nichts zum Nachteil ändern", entgegnete der Beamte auf die Fragen der Bezirksvertreter. "Ganz im Gegenteil: In der bisherigen Inspektion 3 lag die Wache in Scharnhorst im Randbereich. Nun aber liegen wir mittendrin." Außerdem stünden nun jederzeit zehn anstatt zuvor fünf Streifenwagen zur Verfügung. "Diese decken zwar ein größeres Gebiet ab, können jedoch bei Bedarf auch konzentriert an einem Ort eingesetzt werden", erläuterte der Wachleiter.

Er sei überzeugt davon, dass die Reform nur positive Auswirkungen haben wird. "Zwar ist das Jahr noch keine zwei Wochen alt, jedoch haben sich schon jetzt der Ablauf der Einsätze deutlich zum Besseren verändert."