Vorwürfe gegen Tschechiens Nationaltrainer kurz vor WM

Der tschechische Eishockey-Nationaltrainer Vladimir Ruzicka sieht sich wenige Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in Prag und Ostrava mit dem Vorwurf der Bestechlichkeit konfrontiert.

Prag (dpa)

13.04.2015, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Tscheche Vladimir Ruzicka (hinten) wehrt sich gegen den Vorwurf der Bestechlichkeit. Foto: Tatyana Zenkovich

Der Tscheche Vladimir Ruzicka (hinten) wehrt sich gegen den Vorwurf der Bestechlichkeit. Foto: Tatyana Zenkovich

Ein im Internet kursierendes Video zeigt Ruzicka im Gespräch mit dem Vater eines Spielers. Den neuen Anschuldigungen zufolge soll Ruzicka 500 000 Kronen (umgerechnet 18 200 Euro) entgegengenommen haben, damit der Sohn des Mannes im Spiel zum Einsatz kommt. Die Vorwürfe fallen in Ruzickas Zeit als Trainer bei HC Slavia Prag.

Ruzicka erklärte in einer Stellungnahme vom 13. April, er habe im Laufe von zwei Jahren tatsächlich diese Summe Bargeld erhalten. Es habe sich jedoch um eine Spende gehandelt. Das Geld sei aufgrund rechtlicher Bedenken im November 2014 an den Spender zurückgezahlt worden. «Ich weise kategorisch Behauptungen zurück, dass ich mich auf Kosten des Vereins bereichert hätte», erklärte der 51-Jährige.

Der tschechische Eishockeyverband sprach Ruzicka sein volles Vertrauen aus. Vor Ende der Weltmeisterschaft werde man sich zu den Vorwürfen nicht mehr äußern. Der Streit dürfe die Vorbereitungen der Nationalmannschaft nicht beeinträchtigen.

Stellungnahme Ruzickas, Tschechisch

Bericht, Tschechisch

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