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Gäste genossen die "Döhnkes und Vetällekes"

27.11.2007

Vreden "Proat un singt in Platt" - dies war das Motto beim "Vetällaobend" des Heimatvereins in der Lüntner Mühle. Der Pächter der Lüntener Mühle stellte gern seine gute Stube den Heimatverein zu Verfügung und erfreute sich an diesen geselligen Abend in plattdeutscher Sprache. Unter der Moderation von Hermann Hildring wurden viele heitere und besinnliche "Döhnkes und Vetällekes" vorgetragen und längst vergangene Zeiten wurden wieder lebendig.

Warm ums Herz

Das plattdeutsche Gedicht über die Weihnachtszeit, das die siebenjährige Sophia Steinhoff gekonnt vortrug, erwärmte die Herzen der Gäste besonders. Das Publikum fand es wunderbar, so sicher gesprochenes Platt von einem Kind zu hören. Es wäre schön, das Plattdeutsche bei bei verschiedenen Anlässen im Dorfleben ein wenig lebendig zu halten, so die Heimatfreunde. Alte Volkslieder wurden begeistert - instrumental begleitet von Theo Marak - gesungen, manche davon bekamen durch die Mundart mehr Tiefe.

H. Kirchner, der Pächter der Mühle, stellte an diesen Abend ein Projekt des Naturschutzbundes vor: Dabei wird aus Äpfeln von Streuobstwiesen in den Dörfern Apfelsaft ohne Konservierungsstoffe gepresst. Der naturbelassene Saft konnte probiert werden. Das Pojekt fand große Begeisterung, nicht nur wegen der Herstellung, Abfüllung, Haltbarkeit und des Geschmacks - auch, weil durch diese Arbeitsweise die vielen Äpfel der Streuobstwiesen auf den Dörfern genutzt werden. Der Heimatverein möchte das Angebot der Apfelpresse annehmen, um vielen Dorfbewohnern die Möglichkeit zu geben, ihre Äpfel zu verarbeiten.

Historischer Kalender

Die Vorsitzende Christel Höink empfahl den Gästen den historischen Kalender mit Bildern von Lünten und stellte das Buch "Als Gott Jarwell verließ" vor, das den Untergang der bäuerlichen Kultur und das dörfliche Zusammenleben thematisiert. In Lünten wurde am Wochenende das traditionelle Weinfest gefeiert, und so lief auch auch der "Vetällaobend" des Heimatvereins nicht ohne Weingenuss und Gesang.

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