Waffenlieferanten nach vierfachem Mord in Enschede auf freiem Fuß

rnMorde in Enschede

Ein Gericht in Almelo hat drei Verdächtige, die Waffen für den vierfachen Mord in Enschede im November 2018 geliefert haben sollen, aus der Haft entlassen. Der Mordprozess soll im Herbst starten.

Enschede (NL)

, 15.04.2020, 11:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die drei Waffenlieferanten, ein Vater und sein Sohn sowie ein weiterer Mittäter, würden kurzfristig aus der Untersuchungshaft entlassen, schreibt die niederländische Tageszeitung Tubantia. Eigentlich sollte das Strafverfahren um den Vierfachmord im vergangenen November in Enschede in dieser Woche eröffnet werden. Die Corona-Pandemie hat das unmöglich gemacht.

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Wie die Tageszeitung weiter berichtet, bleiben die drei Tatverdächtigen, ein 57-Jähriger aus Hengelo und seine beiden Söhne (32 und 30 Jahre) weiter in Untersuchungshaft. Sie werden verdächtigt, am 13. November 2018 in Enschede im Stadtteil Velve-Lindenhof im Anbau eines Geschäfts vier Menschen erschossen zu haben. Neben dem erschossenen 43-jährigen Besitzer, fand die Polizei die Leichen von drei weiteren Männern imAlter von 27, 34 und 62 Jahren.

Mordprozess soll nun im Herbst stattfinden

Wie die Tageszeitung berichtet, soll der Prozess gegen die Tatverdächtigen nun im Herbst eröffnet werden. Das sei das Ergebnis einer Video-Anhörung des Gerichts, die am Dienstagmorgen stattfand.

Am 13. November 2018, wurden in einem Gebäude in der Van Leeuwenhoekstraat in Enschede die Leichen der vier Männer gefunden. Der Polizei wurde schnell klar, dass die vier getöteten Männer Opfer einer Liquidation waren. Sie wurden aus der Nähe erschossen.

Wie die Tubantia berichtet soll das Motiv für den vierfachen Mord ein Konflikt um den Anbau von Hanf gewesen sein.

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